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Närrischer Traumstart
10.000 Besucher verfolgen den ersten Karnevalsumzug in Hiltrup
Von Burkhard Beintken am 7.02.2010 20:40 Uhr
HILTRUP Mehrfach haben sie gehofft und gebangt, mehrmals kam erst kurz vor Schluss die erlösende Nachricht. Doch die Aufregung hat sich gelohnt: Die Karnevalsgesellschaft Hiltrup (KGH) kann den von ihr organisierten ersten Umzug in Münsters größtem Stadtteil als vollen Erfolg verbuchen.

Rosenmontagserfahren und närrisch: Thorsten Brendel moderierte den ersten Karnevalsumzug in Hiltrup - und die Marktallee war rappelvoll.
Foto: Burkhard Beintken
10.000 Besucher - so viele schätzt vorsichtig die Polizei - und 33 Gruppen (so viele gibt großzügig und mitsamt der Aufräumfahrzeuge die KG Hiltrup an) sorgen für die positive Bilanz.

Weil am Samstag auch die Stimmung stimmte, soll der erste Hiltruper Karnevalsumzug nicht der letzte gewesen sein.
 
Tradition begründet

"Wir haben da eine Tradition begründet", sagt ein stolzer KGH-Präsident Axel Bröker: Künftig soll der Hiltruper Umzug jeweils am Samstag vor dem Ziegenbocksmontag (ZiBoMo) stattfinden. "Mindestens die nächsten 44 Jahre", so Bröker.

Dabei hatte es erst gar nicht nach solch einem Erfolg ausgesehen: Als die Genehmigungen für den Zug, die Parkverbote und die Straßensperrungen endlich da waren, da fehlten die Teilnehmer. Der Zug drohte zu scheitern. Doch viele Hiltruper und einige auswärtige Gruppen und Vereine meldeten sich noch kurzfristig an. Am Ende war der Zug so lang, dass er sich in einer Schleife schon fast selbst in den Schwanz gebissen hätte.

UMZUG HILTRUP 054

Der Kinderwagen der KGH wirbt für Solarenergie.

Als sich dann die zahlreichen Wagen und Fußgruppen am Tag des Premieren-Zuges endlich auf dem Schulhof und der Marktallee aufstellten, da war es ungemütlich kühl, da nieselte es und es war kaum ein Zuschauer an der Straße zu sehen.

Prinz gibt Startsignal

Als wenig später um 14.11 Stadtprinz Andreas IV. aber das Startsignal gab, da war es plötzlich trocken - und die Marktallee so voller Menschen wie sonst nur während des Hiltruper Frühlingsfestes.

Und wie beim Frühlingsfest war an der Clemenskirche am meisten los. Kein Wunder, passierte der Zug die Kreuzung Marktallee / Hohe Geest doch gleich drei Mal. Dort stand dann logischerweise auch die Moderatoren-Tribüne. Und obendrauf stand einer, der seinen Job versteht: Thorsten Brendel, der auf dem Sentzenzbogen regelmäßig den münsterschen Rosenmontagszug moderiert und der einst der erste Jugendprinz der Stadt gewesen ist.

Lob für die Gäste

"Es war traumhaft", fasst der erfahrene Moderator zusammen. "Hiltrup hat spitzenmäßig mitgemacht." Dass am Ende alles ruhig blieb und auch die Polizei keine negativen Meldungen abgeben konnte, passt ins Gesamtbild. 
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