13. Februar
Großer Karnevalsumzug in Wolbeck
Durch Wolbeck zieht der größte närrische Umzug der Stadtteile. mehr...
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HILTRUP Sind Stroetmanns Pläne ein Fluch oder ein Segen für den Stadtteil? Politiker und Geschäftsleute machen sich Gedanken, was für Auswirkungen der mögliche Bau eines Supermarktes auf dem Gelände neben dem Bahnhof auf die Geschäfte an der Marktallee haben könnte.
Anstelle dieser Häuserzeile am östlichen Ende der Marktallee will Stroetmann wohl einen Supermarkt bauen. (Foto: Thomas Thiel)
Seit Dienstag ist endgültig klar, dass das münstersche Handelsunternehmen Stroetmann am östlichen Ende der Marktallee systematisch Grundstücke kauft - sehr wahrscheinlich, um einen großen Lebensmittelmarkt zu bauen.
Doch was bedeutet das für die Zukunft von Hiltrups Haupteinkaufsstraße, der Marktallee? Würde ein neues Geschäftszentrum im Osten dem Handel im Westen schaden?
Dimension ist entscheidend
Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden in der BV Hiltrup, Hermann Geusendam-Wode, ist bei diesen Fragen entscheidend, welche Dimension das zukünftige Bauprojekt am Bahnhof annehmen wird: "Entsteht ein zweites E-Center wie an der Meesenstiege, ist die Marktallee tot", prophezeit er.
Doch so schwarz sieht Geusendam-Wode die tatsächliche Entwicklung nicht: "Wird dort nur ein Supermarkt und eine gesunde Mischung aus anderen Einzelhändlern gebaut, ist das eher eine Chance für den Stadtteil."
"Es darf keine autonome Einhait werden"
Ähnlich sieht das auch der Wirtschaftsverbund Hiltrup (WVH), die Interessengemeinschaft der Hiltruper Geschäftsleute - unter einer wichtigen Voraussetzung, betont WVH-Geschäftsführer Volker Sandner: "Es darf keine autonome Einheit entstehen. Wir brauchen eine attraktive Verbindung für Fußgänger zur Marktallee."
Gerne würde man zusammen mit Stroetmann an einer einvernehmlichen Lösung arbeiten. Doch bisher habe der Unternehmer den WVH noch nicht kontaktiert.
Mitsprache gefordert
Eine Mitsprache, diesmal aber der Hiltruper Bürger, fordern auch die Grünen: "Wir brauchen bei der Planung des gesamten Geländes um den Bahnhof mehr Transparenz", meint der Grünen-Fraktionschef in der BV, Carsten Peters: "Es sollte eine Anhörung vor einem Bürgerforum geben."
Der einzige Vertreter der Linken, Hubertus Zdebel, will noch weiter gehen: "Wir sollten noch einmal grundsätzlich über die Zukunft des gesamten Bahnhofsumfeldes diskutieren. Bis dahin sollte der Bebauungsplan mit einer Veränderungssperre belegt werden."
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