13. Februar
Großer Karnevalsumzug in Wolbeck
Durch Wolbeck zieht der größte närrische Umzug der Stadtteile. mehr...
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GREMMENDORF. Weil die Kirchensteuereinnahmen mehr und mehr wegbrechen und weil die Kosten gleichzeitig steigen, sucht die evangelische Friedenskirchengemeinde nun neue Wege der Finanzierung: Die Gemeindemitglieder sollen mit Spenden dabei helfen, die Angebote aufrecht erhalten zu können.
Pfarrer Hartmut Hawerkamp und die Presbyterinnen Vera Powilleit und Petra Pawel (v. l.) hoffen auf Spenden der Gemeindeglieder, um auch künftig alle Angebote der Evangelischen Friedenskirche aufrecht erhalten zu können. (Foto: Dominique Snjka)
Dass in der Friedenskirchengemeinde für Feierlichkeiten die Kollekte herumgeht, ist nicht neu. Dass die evangelische Gemeinde Spenden sammeln muss, um alle ihre Angebote aufrechterhalten zu können, aber schon.
Die Kirchensteuereinnahmen sinken beständig - bei steigenden Ausgaben. Ab 2012 erwartet die Gemeinde deutlich niedrigere Einnahmen als in den Vorjahren und stützt sich dabei auf Prognosen des Kreiskirchenamtes Münster.
Um alle Dienste des Gemeindelebens aufrechterhalten zu können und ferner den Haushalt zu stabilisieren, will die Kirche jetzt selbst aktiv werden: Im aktuellen Gemeindebrief, dem ein Spendenbrief beigefügt ist, bittet sie die Gemeindeglieder um finanzielle Unterstützung.
Keine Rücklagen mehr
"Unsere Rücklagen sind aufgebraucht", stellt Pfarrer Hartmut Hawerkamp fest. Die Gemeinde könne sich nicht mehr allein auf die Steuereinnahmen stützen: "Wir können nicht weitermachen wie bisher", sagt er. Zu den steigenden Kosten für Personal, Energie und die Gebäudeversicherung kommt hinzu, dass die Kosten für die Bauunterhaltung in den letzten Jahren nicht angepasst worden sind: "Wir haben keine vorbeugenden Aufsparungen, beispielsweise für den Fall, dass ein Blitz ins Gebäude einschlägt", so Presbyterin Petra Pawel.
Der Spendenbrief ist einer von vielen Bausteinen, die Gemeindeglieder verstärkt an Kosten zu beteiligen: "Statt hauptamtlich Tätigen werden wir vermehrt Ehrenamtliche haben", erläutert Hawerkamp. Die Gemeinde versucht, neue Wege zu finden, um das Gemeindeleben zu finanzieren - so trägt sich der Jungbläserkreis durch Paten bereits selbst.
Anregung des Kirchenkreises
Mit dem Spendenaufruf folgt die Gemeinde Anregungen des Kirchenkreises, jenseits der Steuern die Gemeindearbeit finanziell abzusichern, denn: "Einzelne Gemeinden müssen, je nach Mitgliederentwicklung, auch kurzfristig mit Mindereinnahmen rechnen", sagt Pfarrerin Kathrin Neuhaus-Dechow vom Evangelischen Kirchenkreis Münster.
Die Spendenaktion wird keine einmalige bleiben, schätzt Pawel: "Wir hoffen, mit der Gemeindespende in Zukunft als feste Einnahme rechnen zu können. Die normale Versorgung in der Gemeinde ist leider nicht mehr selbstverständlich."
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