http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#localnews-muenster#dcopt=ist;#782795657#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#localnews-muenster##1732665833#120#600#3
Medienhaus Lensing
22.04.2009 17:14 Uhr
Schriftgröße: A A A

Westpreußisches Landesmuseum verlässt den Wolbecker Drostenhof

WOLBECK Das Westpreußische Landesmuseum wird den Drostenhof in Wolbeck wohl schon bald verlassen: Nachdem der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe der geplanten Kürzung der Mittel zugestimmt hat, sieht die Trägersstiftung keine Grundlage mehr, den Standort Wolbeck aufrecht zu erhalten. Der Museumsdirektor sorgt sich derweil um die Früchte der langjährigen Arbeit.Burkhard Beintken

«
1/1
»

 (Foto: Archiv)

Kürzt der Verband seine Mittel, so wie es dessen Fachausschuss nun vorgeschlagen hat,  zieht der Bund nach. So wäre ein Betrieb nach derzeitigem Modell nicht mehr möglich. Der Bund müsse die Ausstellung zwar per Gesetz erhalten, ab 2010 plant die Trägerstiftung aber ohne den Standort Wolbeck, betont deren Sprecher Christoph Nehring: „Wir haben die Nase voll.“

Das Hauptproblem ist nicht die Lücke, die die LWL-Kürzung in das Budget reißen würde: Die bewegt sich je nach Perspektive zwischen 30 000 und 50 000 Euro: Nach einem seit 1982 gültigen Vertrag stünden dem Museum etwa 100 000 Euro zu, diese Summe hatte der Verband bereits auf gut 80 000 Euro gekürzt. Ab 2010 soll es einen neuen Vertrag und damit lediglich 50 000 Euro im Jahr geben. Viel schwerwiegender ist die Ankündigung des Bundes, weiterhin auf die Kostenteilung im Verhältnis von vier zu eins zu bestehen.

Der Bund würde ebenfalls kürzen
 
Der Bund zahlt derzeit mit 433 000 Euro etwas mehr als vier mal so viel wie der Landschaftsverband nach dem alten Vertrag und würde bei einer Kürzung prozentual nachziehen - im Klartext also seinen Beitrag zum Westpreußischen Landesmuseum ebenfalls halbieren. Damit wäre das Gesamtloch im Museumshaushalt fast 270 000 Euro groß. Zu viel für den Betrieb im Wolbecker Drostenhof. 

Noch ist die LWL-Kürzung zwar nicht entschieden - der Kulturausschuss hat die Vorlage lediglich beraten. Entscheiden soll der Landschaftsausschuss am 8. Mai. Das Votum des Fachausschusses dürfte aber kaum ohne Absprache innerhalb der jeweiligen Fraktionen zustande gekommen sein - und hat auch dadurch eine große Signalwirkung für die endgültige Entscheidung.

Große Mehrheit für die Kürzung

Für die Vorlage haben sich im Kulturausschuss mit der CDU und der SPD die beiden weitaus größten Fraktionen ausgesprochen. Die zwei Abgeordneten der Grünen enthielten sich der Stimme, lediglich der FDP-Vertreter stimmte wie angekündigt gegen die Vorlage.  

Doch egal, wie die Entscheidung des Landschaftsausschusses letztendlich ausfällt: Für die Kulturstiftung Westpreußen, die das Museum trägt, ist der Standort Wolbeck offenbar gestorben: "Wenn man uns in Wolbeck nicht haben will, machen wir eben das Licht aus, die Tür zu und gehen zum Jahresende woanders hin", sagt ein wütender Stiftungs-Sprecher Christoph Nehring gestern nach der für ihn enttäuschenden Ausschuss-Entscheidung.
 
Schon vor Jahren war diskutiert worden, das Westpreußische Landesmuseum zu seinem Ostpreußischen Pendant nach Lüneburg zu verlegen. Münster konnte es in seinem Stadtteil Wolbeck halten. Später wurde diskutiert, das Museum zwar in Münster zu halten, es aber in anderen, moderneren Räumen - einem Neubau in Hiltrup oder der ehemaligen Bundesbankfiliale an der Geiststraße etwa - unterzubringen. Es blieb im historischen Drostenhof. Auch auf politischen Druck.

Kein idealer Standort


So schön das "Schloss" in Wolbeck auch ist, für die museale Arbeit waren die Räume nie ideal, sagt Nehring. Der geplante Umbau im Bestand, für den Träger nur ein Kompromiss, keine Ideallösung.

Zumal auch die Mittel dafür immer mehr zusammengekürzt wurden. Nehring verhehlt nicht, dass die Museumsträger lieber in ein moderneres Gebäude im Stadtgebiet umgezogen wären: "Man hat uns gezwungen, im Drostenhof zu bleiben und nun schlägt man uns die Tür dort zu."

Da der Bund die gesetzliche Aufgabe hat, ein Westpreußen-Museum zu unterhalten und da ihm die meisten Ausstellungsstücke gehören, wird die Ausstellung selbst wohl auf die eine oder andere Art und Weise überleben, meint Nehring. Das Museum in Wolbeck, soviel scheint nach den jüngsten Entwicklungen klar zu sein, schließt zum Jahresende seine Pforten.

Gute Arbeit wird in Frage gestellt

Museumsdirektor Dr. Lothar Hyss fürchtet in einer ersten Stellungnahme um die Zukunft der guten Museumsarbeit. Steigende Besucherzahlen, die immer weiter ausgebauten Kontakte nach Polen und nicht zuletzt die Arbeit des 200 Mitglieder starken Förderkreises – das alles werde nun in Frage gestellt: "Ich fühle mich gerade wie ein Kind, das gute Arbeit macht und dafür von den Eltern bestraft wird."


Fr
+21°
Sonnig
+10°
Klar
Sa
+22°
Sonnig
+10°
Heiter
So
+23°
Heiter
+13°
Regenschauer
Staus in der Umgebung
    Aktuell keine Staumeldungen. Gute Fahrt!
    Bus und Bahn

    : Uhr
    Exklusive Vorabdrucke

    Blättern Sie schon mal im neuen Wilsberg-Comic!

    Im August erscheint der erste Comic zur legendären Münster-Krimireihe „Wilsberg“. Der Grafiker Jörg Hartmann hat zwölf Jahre an der gezeichneten Version des Romans „In alter Freundschaft“ getüftelt. Hier veröffentlichen wir exklusiv zweimal die Woche einen Vorabdruck des Comics! mehr...

    Nicht verpassen!
    Prudentia-Schrein aus Beckum
Foto: Münsterview/Tronquet

    26. Februar bis 28. Mai

    Ausstellung "Goldene Pracht"

    Das Landesmuseum stellt spektakuläre Kirchenkunst aus.  mehr...

    35 Bands werden vom 8. bis zum 10. Juni beim Hafenfest auftreten. So sah es 2011 aus.

    8. bis 10. Juni

    Hafenfest

    35 Bands und zehn Fallschirmspringer gibt es am Hafen zu sehen.  mehr...

    The Gaslight Anthems eigene Art des Punkrock ist geprägt von ehrlicher Arbeiterattitüde und schnörkellosem Rock der Marke Bruce Springsteen.

    9. Juni

    Vainstream Rockfest

    Ein Pflichttermin für Hardcore-Musikfans: das Vainstream Rockfest am Hawerkamp.  mehr...

    Sanierung nach Brand

    1

    "Schwarzes Schaf" bekommt Lifting verpasst

    Die neue Fensterfront besteht aus Schallschutz-Glas.

    MÜNSTER Das Schwarze Schaf erwacht langsam aber sicher zu neuem Leben. Die Kult-Disco am Alten Fischmarkt bekommt eine High-End-Technik, eine neue Fensterfront und ein anderes Raumkonzept verpasst. Wir haben uns gegen Ende der Sanierungsarbeiten vor Ort umgesehen. mehr...

    Albersloher Weg

    2

    Elendscamp ist auf die andere Brückenseite gezogen

    Während die Aufräumarbeiten auf dem alten Lagerplatz laufen, sind die Zelte bereits wieder aufgebaut - wenige Meter davon entfernt

    MÜNSTER Neuer Standort, altes Problem. Die Osteuropäer, die bis vergangene Woche am Kanal neben der Brücke am Albersloher Weg gecampt haben, sind nicht verschwunden. Sie sind nur umgezogen. Und zwar auf die andere Seite der Brücke. Dort können sie bleiben - aber nur bis Monatsende. mehr...

    Windhorststraße

    3

    Schlägerbande greift Radfahrer an

    MÜNSTER Ansatzloser Schlag ins Gesicht: Ein Radfahrer ist in der Nacht zu Donnerstag auf der Windhorststraße Opfer einer Schlägerbande geworden. Ein Zeuge verfolgte die vier Männer daraufhin per Fuß - und führte die Bundespolizei so auf ihre Spur. mehr...

    Geistviertel

    4

    Glocke der Matthäuskirche läutet mitten in der Nacht

    MÜNSTER Glocke an statt Licht aus: Ein Versehen hat in der Nacht zu Donnerstag zehn Minuten lang für ein ungeplantes Glockengeläut im Geistviertel gesorgt. Der "Schuldige": die evangelische Matthäuskirche an der Antoniusstraße. mehr...

    Warnstufe Rot aufgehoben

    5

    Unwetter zieht an Münster vorbei

    MÜNSTER Die Gewitterfront ist an Münster vorbeigezogen, ohne größeren Schaden anzurichten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Mittwoch von 16 bis 18 Uhr für das Stadtgebiet Münster eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter ausgegeben. mehr...

    Geschwindigkeitskontrollen

    Hier stehen Münsters Blitzer

    Jeden Tag verrät die Polizei Straßen im Stadtgebiet, auf denen sie auf Temposünder-Jagd geht. Wir zeigen die Blitzerstrecken auf einer Karte. mehr...

    Der große Überblick
    Professorin Uta Schick operiert sitzend, die OP-Schwester (r.) reicht ihr die Instrumente.

    Münsters Krankenhäuser im Porträt

    In Münsters Krankenhäusern werden Leben im Minutentakt gerettet, quälende Leiden kuriert, gepeinigten Seelen geholfen. Wir stellen alle Kliniken der Stadt vor. mehr...

    http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#localnews-muenster##310925636#300#250#4
    Die Redaktion twittert
    MZ-Serie

    Die geheimsten Orte der Stadt

    Münster hat jede Menge Orte, von denen fast jeder schon einmal gehört hat - aber nur wenige haben sie je betreten. Wir lüften ihre Geheimnisse. mehr...

    Gasbohrungen in NRW
    Die geplanten neuen Erdgas-Bohrungen sind weiterhin umstritten. (Archiv)

    Erdgasvorkommen sorgen für Konflikte

    Energiekonzerne vermuten in Nordrhein-Westfalen riesige Erdgasvorkommen. Doch gegen die Förder-Pläne regt sich massiver Widerstand. mehr...

    Online-Sonderveröffentlichungen

    Wir bauen ein Haus - Treppen

    Treppen müssen nicht versteckt werden, sie können Räume sogar optisch aufwerten.  Foto Treppenmeister / Immowelt.de

    Treppen sind nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von Stufen, damit diese in einen bestimmten Grundriss passen. Vielmehr entscheiden sich Baufamilien bereits mit der Treppenkonstruktion für die spätere Gestaltung. Dafür stehen viele Formen und Materialien zur Verfügung. Den letzten Schliff erhält Ihre Treppe durch die individuelle Ausstattung. mehr...

    Mitten in ... Mauritzviertel

    Mauritz kann laut sein, aber es geht auch leise. Ganz leise. Im Mauritzviertel, das im Osten der Domstadt liegt, ist beides möglich. Dabei verbindet sich die quirlige Hektik einer großen Stadt mit den Teilen des Viertels, die ausschließlich zum Wohnen da sind. mehr...

    Wir bauen ein Haus - Türen und Tore

    Die Entscheidung für eine Haustür stellt Bauherren heute vor viele Fragen: Soll sie nur ein funktionales Bauelement sein, das den Durchlass ins Innere des Hauses gewährt? Oder darf sie durch eine möglichst individuelle Gestaltung dem persönlichen Lebensgefühl Ausdruck und der Hausarchitektur harmonische Design-Akzente verleihen?
 Foto epr / HBI

    Ob Haustür, Wohnungstür oder Garagentor – sie alle bieten Einbrechern die Chance, in die Wohnung zu gelangen. Dazu benötigt der Täter weder einen Schlüssel noch aufwendiges Picking-Werkzeug oder ähnliches – mit einem Schraubenzieher öffnet der Einbrecher durch Aufhebeln schnell und effizient jede Standardtür. Deshalb sollten in der Neubauplanung von vornherein Sicherheitstüren und Sicherheitstore berücksichtigt werden. mehr...

    Mitten in ... Kreuzviertel

    In der warmen Jahreszeit verlegen Cafés und Restaurants im Kreuzviertel ihre Sitzplätze nach draußen mehr...

    Wir bauen ein Haus - Das Branchenbuch

    Das Branchenbuch stellt für Sie alle Information über Firmen im Münsterland für Sie bereit. mehr...

    Wärme von der Sonne

    Mit der Solarenergie geht es in eine sonnige Zukunft.  Foto epr

    Über 100 000 Solarwärmeanlagen 2010 neu installiert - Marktbelebung für 2011 erwartet / Branche rechnet mit Marktbelebung in diesem Jahr aufgrund steigender Heizkosten und hohem Sanierungsbedarf mehr...

    Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

    Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
    RuhrNachrichten.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
    Heja-BVB.de | Nahraum.de | Immomia