Ab ins Guinnessbuch
ALBACHTEN Wenn am 19. September eine aus 1000 Zechen-Haken bestehende Skulptur anlässlich des so genannten "Kumpeltags" auf der Zeche in Oer-Erkenschwick entsteht, winkt ein Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. Und mittendrin befindet sich auch ein Stück, das im Albachtener Albatros gestaltet wurde.
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"Hak dich ein!" lautet das Motto eines Projekts, das die Lebenshilfe NRW in diesem Jahr startete. Das Ziel: 1000 ehemalige Zechen-Haken, an denen die Kumpel früher ihre Kleidung aufhängten, sollen künstlerisch gestaltet und zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt werden - und das vor rund 10 000 erwarteten Gästen.
Die Lebenshilfe Münster beteiligt sich nun in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Münster an dieser außergewöhnlichen Aktion. "Ziel dieses Kooperationsprojekts ist es, dem gelebten Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in Münster Gestalt zu geben", sagt Marcus Hopp von der münsterschen Ortsvereinigung der Lebenshilfe.
Gemeinsam arbeiten
So sollen in den verschiedenen integrativ arbeitenden Einrichtungen und Vereinen, die im Rahmen des Lebenshilfe-Projekts "Inklusive Freiräume" mit dem Freizeitbereich kooperieren, Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap gemeinsam arbeiten und künstlerisch tätig werden.
In Münster bestellten die Kooperationspartner elf Kumpel-Haken - neun davon gestalten die beteiligten integrativ tätigen Gruppen. Neben dem Albatros in Albachten sind dies das Kinder- und Jugendhaus Sprakel, das Fachwerk Gievenbeck, das Feez, das Jugendzentrum "Drei Eichen" in Handorf, das Bennohaus, das "ABI" im Südpark, der Verein Blau-Weiß Aasee sowie das Begegnungshaus 37 Grad.
Integration praktizieren
Die restlichen zwei Haken werden jeweils vom Lebenshilfe-Rat sowie dem JULE-Club (eine eigenständige Abteilung der Lebenshilfe) kreativ bearbeitet.
"Wir haben Wert darauf gelegt, mit Einrichtungen zusammen zu arbeiten, die nicht nur über Integration reden, sondern sie auch praktizieren", so Hanno Liesner, PR-Sprecher bei der Lebenshilfe. Und das Albatros sei eine solche Einrichtung.
"Wir haben einen integrativen offenen Treff, der immer dienstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet ist", sagt Marita Badde, Leiterin des Albatros. Allerdings seien Kinder mit Behinderungen auch zu allen anderen Aktivitäten des Hauses eingeladen. "Der Treff dient eigentlich dazu, um das Angebot in unserem Haus kennen zu lernen."
Ferienbetreuung
Den Kumpel-Haken gestalteten übrigens die Kinder der Ferien-Ganztagsbetreuung. Sie verliehen dem Stück einen bunten Anstrich. Später kommt noch Netzdraht hinzu, in dem sich viele kleine Albatrosse wieder finden.


























