Allacomulco statt Nienberge
NIENBERGE Ihre neue Adresse kennt Nora Nörenberg noch nicht. Sie weiß nur, dass sie künftig in Allacomulco leben wird. Die rund 80 000 Einwohner zählende Stadt liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Mexiko-City.
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Nora ist 20 Jahre alt, kommt aus Nienberge und hat gerade ihr Abitur an der Waldorfschule gemacht. Am 31. August fliegt sie nach Mexiko. Ein Jahr lang wird sie dort im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst arbeiten. Nora freut sich auf diesen neuen Lebensabschnitt. "Ich finde das Land interessant, möchte Spanisch lernen und anderen Menschen helfen", sagt sie. Wie genau sie helfen wird, das steht noch nicht fest. Die Nienbergerin weiß nur, dass sie in einer medizinischen Einrichtung für behinderte Kinder arbeiten wird. "Vielleicht werde ich die Kinder in Englisch unterrichten oder mit ihnen in der Freizeit etwas unternehmen", sagt die 20-Jährige.
Zwei Seminare
Nora nimmt am Programm "weltwärts", dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung teil. Sie wird zusammen mit elf anderen jungen Erwachsenen aus ganz Deutschland nach Mexiko fliegen. Ein Vorbereitungsseminar gab es hier schon, ein weiteres folgt in Mexiko-City, erzählt die Waldorf-Abiturientin.
Motivation
"In einer Welt, in der globale Verantwortung und interkulturelle Zusammenarbeit immer wichtiger werden, hat der Dienst in einem Entwicklungsland unschätzbaren Wert: Von und mit anderen zu lernen, benachteiligten Menschen zu helfen und Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung zu übernehmen." So schreibt es Heidemarie Wieczorek-Zeul, die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf der Homepage von "weltwärts". Und beschreibt damit genau jene Motivation, die Nora Nörenberg dazu getrieben hat, sich für den Freiwilligendienst zu bewerben. "Es ist wichtig", sagt sie, "mal etwas anderes zu sehen, anderen Menschen zu helfen". Noras Eltern sehen das übrigens genauso. "Sie finden gut, dass ich das mache," sagt die junge Frau. Das Reisefieber hat Nora übrigens noch nicht gepackt. Aber das kommt bestimmt noch.
Informationen
Seit dem 1. Januar 2008 fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seinen neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“– AFS unterstützt als Entsendeorganisation das neue Programm mit seinen Angeboten. Das BMZ fördert die „weltwärts“-Freiwilligendienste in Höhe von etwa 580 Euro pro Person und Monat. Hierdurch sollen Kosten wie Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und Betreuung abgedeckt werden. Die weitere Finanzierung übernimmt der Verein AFS Interkulturelle Begegnungen, der wiederum auf Spenden angewiesen ist.
Wer an einem Freiwilligendienst im Ausland teilnimmt, soll für AFS Spenden sammeln. So auch Nora Nörenberg, die um Spenden auf ihr Konto 0150 086 536, BLZ 400 501 50 (Sparkasse Münsterland-Ost) bittet. Spendenquittungen werden bei Angabe der Adresse selbstverständlich ausgestellt.
Weitere Informationen:
www.weltwaerts.de
www.afs.de























