Bienenhaus: Auch Schüler packen mit an
GIEVENBECK Die Fertigstellung des Neubaus ist für den Beginn des kommenden Jahres geplant. Und man liegt voll im Zeitplan. Im nächsten Schuljahr bietet das neue "Bienenhaus" der Waldorfschule Platz für bis zu 50 Kinder in der offenen Ganztagsbetreuung.
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Dafür stehen auf den 210 Quadratmetern Nutzfläche zwei Gruppenräume sowie ein Gemeinschaftsraum zum Musizieren oder für andere Aktivitäten zur Verfügung. Gestern feierte man Richtfest.
Bis zum Einzug haben Handwerker, Schüler, Eltern und Lehrer aber noch allerhand Arbeit vor sich. Denn bei den verbliebenen Aufgaben ist die Mithilfe aller gefragt. "In den kommenden zwei bis drei Wochen verkleiden die Schüler der achten Klasse die Außenwände des Seitenbaus mit Holzschindeln", gab Petra Müller vom Planungsbüro Bauraum ein Beispiel für die aktive Teilhabe der Jugendlichen. Das fachgerechte Anbringen der Lärchenschindeln erfolgt unter der Anleitung von Dachdeckermeister Friedhelm Winkelhorst vom Handwerkerbildungszentrum.
Trockenbau
Auch beim Trockenbau sowie bei der Gestaltung der Innenräume und Außenflächen sind handwerklich geschickte Schüler und Eltern gefragt. "Für die Schüler ist das handwerklich praktische Arbeiten eine wichtige Erfahrung, die sie hier machen", betonte Architektin Petra Müller die pädagogische Bedeutung.
Insgesamt sind für das Bauprojekt Kosten in Höhe von 270 000 Euro veranschlagt, wozu auch der Förderverein der Schule mit 40 000 Euro einen wichtigen Beitrag leistet. "Bei der Planung haben wir mit spitzem Bleistift gerechnet", spielte Alexander Paede, Vorstandsmitglied des Fördervereins, auf eine kostensparende Bauweise an. Pro Quadratmeter Nutzfläche betragen die Kosten etwa 1000 Euro. "Das ist vergleichsweise sehr wenig. Dafür schaffen wir dennoch eine hohe Qualität, etwa mit den schönen Holzfenstern oder der kompletten Begrünung des Daches", erläuterte Petra Müller.
Unterstützung durch die Schüler
Zum gestrigen Richtfest erhielt Zimmermannsmeister Jan Reckfeld bei seiner feierlichen Ansprache tatkräftig Unterstützung. "Die Kinder sind besser vorbereitet als ich", lobte Reckfeld die Schüler der dritten Klasse, die sich mit dem Aufsagen von Richtsprüchen beteiligten. Natürlich ließen sich auch die Kinder des benachbarten Kindergartens und die Schüler aus der Brückenklasse die Zeremonie nicht entgehen. Sie gehören zu den künftigen Besuchern des "Bienenhauses". Dessen Zukunft steht unter einem guten Stern. Schließlich zersprang das Glas, das Zimmermann Jan Reckfeld vom Dach auf die Baustelle warf, was in Handwerkskreisen als gutes Omen gilt.


















