Bewerbungs-Training: Fallstricke auf dem Weg in den Beruf
GIEVENBECK Schero ist angespannt und nervös. Der 16-Jährige hat sein erstes Bewerbungsgespräch. Die Situation ist für ihn ungewohnt - das merkt auch sein Gegenüber. Schero macht einige Fehler. Glücklicherweise ist alles nur Training.
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In Kooperation mit dem Gievenbecker Fachwerk führte gestern die Wartburg-Hauptschule ein so genanntes "Lebensplan-Spiel" durch, eine Vorbereitung auf das, was die Jugendlichen auf ihren ersten Schritten in den Berufsweg erwartet. Angefangen von den ersten Recherchen über den ins Auge gefassten Job bis hin zur anstehenden Anstellung: Im La Vie durchliefen die Zehntklässler fünf verschiedene Stationen.
Konkrete Vorstellungen
Die Ausgangssituation war dabei für alle gleich: Jeder bekam zunächst sein Abschlusszeugnis. Im Gespräch mit dem Berufsberater - diese Funktion übernahm Hauptschullehrerin Lioba Burghoff - galt es beispielsweise, die eigenen Vorstellungen auszuloten und die individuellen Interessen mit einem Beruf zu vereinbaren. "Einige hatten schon ganz konkrete Vorstellungen, was sie später einmal machen wollen, bei anderen war es schon ein wenig schwierig", so die Pädagogin.
Diejenigen, die sich bereits ein genaues Bild von ihrem Traumberuf gemacht hatten, etwa durch die von der Wartburg-Hauptschule neu ins Leben gerufenen Tagespraktika, mussten sich um eine Lehrstelle bemühen. In diesem Fall gab es mehrere Möglichkeiten.
So stand in einem Raum des La Vie ein Telefon. Damit hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, sich bei einer fingierten Firma nach einer Ausbildungsstelle zu erkundigen. Dass es auch hier einige Fallstricke gab, merkten die Hauptschüler schnell. Die Fehler deckten zwei geschulte Mitarbeiter des Fachwerks schonungslos auf.
Bewerbungsgespräch Andere hatten sich - so sah es das Spiel vor - bereits erfolgreich beworben und durften zum Vorstellungsgespräch. Dafür hatte die Hauptschule den Jugend-Coach und Sozialpädagogen Michael Manukjan engagiert, der in die Rolle des Personalchefs schlüpfte und die Bewerber auf Herz und Nieren prüfte.Bei Schero kritisierte er beispielsweise die Nervosität sowie mangelhafte Kenntnisse über den Betrieb, bei dem er sich beworben hatte: "Es ist wichtig, dass Du in solchen Gesprächen genau Bescheid weißt, wie der Betrieb läuft und was Dich erwartet."























