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Medienhaus Lensing
15.09.2009 23:27 Uhr
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Das Interview: Klaus Pläger geht nach Warendorf und verlässt Roxeler Droste-Hauptschule

ROXEL Diese Nachricht überraschte auch die Mitglieder der Elternpflegschaft: Klaus Pläger, Rektor der Droste-Hauptschule, gab gestern Abend seinen Wechsel nach Warendorf zu den Herbstferien bekannt.Von Kay Böckling

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Seine Fähigkeiten werden künftig auch in Warendorf geschätzt: Klaus Pläger, Rektor der Droste-Hauptschule, verlässt Roxel zu den kommenden Herbstferien. (Foto: Böckling)

Sie gehen nach Warendorf. Was genau werden Sie dort tun?

Pläger: Ich werde dort die Stelle des Schulrats im Schulamt für den Kreis Warendorf übernehmen und für 18 Hauptschulen zuständig sein.

Was bedeutet zuständig?

Pläger: Das ist eine gute Frage. Zunächst einmal berät man die Schulen in schulfachlichen Fragen wie beispielsweise Ausstattung mit Lehrerstellen. Darüber hinaus ist man Ansprechpartner in allen Fragen, die über das Verantwortungsgebiet der Schulleitung hinaus gehen. Außerdem vertritt man den Kreis Warendorf in schulfachlichen Fragen bei der Bezirksregierung in Münster.

Kommen wir zurück zur Droste-Hauptschule Roxel. Mit welchen Gefühlen verlasen Sie diese?

Pläger: Die acht Jahre in Roxel waren schon eine tolle Zeit für mich. In diese Zeit fiel der Ausbau zur erweiterten Ganztagshauptschule und die Einrichtung von integrativen Lerngruppen im gemeinsamen Unterricht. Außerdem hatte ich das Glück, an den Aus- und Neubauten der Schule mitwirken zu können. Was die Gefühle angeht ist mir schon klar, dass ich ein Top-Team an der Droste-Hauptschule leider verlassen muss. Hier sind zu nennen das Lehrerkollegium, das Sozialpädagogen-Team, die Schulsekretärin Rita Fortmeier und unser Schulhausmeister Michael Otterbach. Hinzu kommt die gute Gemeinschaft im Roxeler Schulleitungs-Team der benachbarten Schulen. So etwas findet man in anderen Stadtteilen so schnell nicht wieder.

Wenn alles so wunderbar ist, warum dann der Wechsel?

Pläger: Für mich ist der Wechsel in die Schulaufsicht eine konsequenter Weg, den ich beruflich auch angestrebt habe. Ich würde gerne die Erfahrungen, die ich an der Droste-Hauptschule gemacht habe, im Schulamt für den Kreis Warendorf und an den anderen Hauptschulen ebenfalls versuchen umzusetzen.

Kritiker behaupten, die Schulform Hauptschule habe keine Zukunft. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Pläger: Ich bin ganz klar ein Befürworter des dreigliedrigen Schulsystems und somit auch der Schulform Hauptschule. Unsere Schüler benötigen eine individuelle Förderung und es ist wiederholt festzustellen, dass die schulischen Leistungen getrennt von Schülerinnen und Schülern, die sich mit dem Lernen leichter tun (Realschüler und Gymnasiasten) sich ins Bessere entwickeln. Ein gemeinsames Unterrichten bis zum Jahrgang zehn schadet sowohl den leistungsstärkeren als auch den leistungsschwächeren Schülern. Zu der individuellen Förderung kommen im Bereich der Hauptschule auch sehr gute Möglichkeiten im Bereich der Berufswahlorientierung. Wir brauchen in Deutschland weiterhin gut geschulte Auszubildende.

Und die Zukunft der Droste-Hauptschule Roxel?

Pläger: Die Aufgabe der Schulleitung übernimmt während einer Übergangsfrist von neun Monaten der Konrektor der Schule, Benjamin Müller, unterstützt von der Kollegin Christiane Redeker. Ich bin sicher, dass die Droste-Hauptschule wegen der netten Schülerinnen und Schüler sowie der guten engagierten Elternarbeit auch weiterhin ihren guten Ruf beibehält.

Wie sieht ihr Fazit nach acht Jahren Schulleitung also aus?

Pläger: Ich bin jeden Morgen mit guter Laune zur Arbeit gefahren und habe hier gerne unter sehr guten Bedingungen arbeiten dürfen. Auf meine neue Aufgabe freue ich mich dennoch sehr.



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