Schultheater in Gievenbeck: Lehrstück gegen Faschismus
Gievenbeck GIEVENBECK Kerzengerade und in Uniformen gekleidet sitzen die Schüler an ihren Tischen. Wie im Chor wiederholen sie die Worte ihres Geschichtslehrers: "Macht durch Disziplin, Macht durch Gemeinschaft", Macht durch Handeln". Es sind die Leitsätze ihrer Gruppe "Die Welle".
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Am Freitagabend führten die Achtklässler der freien Waldorfschule Münster das Theaterstück nach dem Roman von Morton Rhue in der Aula ihrer Schule auf.
Die Geschichte handelt von dem jungen Geschichtslehrer Ben Ross (gespielt von Roy Frithjof). In seinem Unterricht zeigt er den Schülern Bilder aus Konzentrationslagern. Doch selbst der Anblick von aufeinander geschichteten Leichen bringt die Klasse nicht dazu, das grausame Ausmaß der deutschen Nazi-Herrschaft zu begreifen und die Gefahr des Faschismus zu erkennen. "Wir sind in Amerika. Das passiert uns schon nicht", sagen sie.
Also gründet mit ihnen die Gruppe "Die Welle". Mit dem Experiment möchte er seinen Schülern beweisen, dass die Anfälligkeit für faschistoides Denken und Handeln immer und überall vorhanden ist. Doch die "Bewegung" die die Welle auslöst, droht ihn und sein Experiment zu überrollen: das Ganze gerät außer Kontrolle.
Die 36 Achtklässler haben das Buch zuvor im Unterricht gelesen und sich einstimmig dafür entschieden, die Geschichte als Theaterstück aufzuführen. "Wir empfinden `Die Welle´ als ergreifendes, aber auch beängstigendes Stück", sagen sie. Vier Wochen lang haben die Schüler gemeinsam mit Klassenlehrerin Ursula Steinebach an der Inszenierung gearbeitet.























