Shakespeare-Aufführung in Gievenbeck: Romeo im Liegestuhl
GIEVENBECK Der Streit zwischen den Freunden eskaliert. Mercutio wirft sich auf Romeo und will ihm ins linke Ohr beißen. Aaron Küppers (Mercutio) und Fabian Sommer (Romeo) haben ihre Rollen schon verinnerlicht.
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In der zwölften Klasse haben die Schüler der Gievenbecker Waldorfschule die Aufgabe, ein Theaterstück einzuüben und aufzuführen. Der Shakespeare-Klassiker "Romeo und Julia" steht in diesem Jahr auf dem Programm. Nach den Weihnachtsferien trafen sich die 35 Akteure zur ersten Probe - nun üben sie täglich bis zu zwölf Stunden.
Beim Text orientieren sich die Schauspieler am Original, wobei sie dem Stück einen modernen Feinschliff verpassen. "Wir wollten die Handlung in die Gegenwart transportieren", sagt Elias Pandalis, der einen Part der Romeo-Rolle übernimmt. So stehen auf der Bühne auch Liegestühle, da eine Szene am Strand spielt.
Auf Duelle mit dem Degen verzichtet das Ensemble nicht, schließlich will man das Publikum am kommenden Wochenende fesseln. Und in der Gievenbecker Fassung wird auch getanzt. Schülerin Isabel Bernhard, die auch in ihrer Freizeit tanzt, studierte mit ihren Stufenkameraden die Choreografien ein.
"Einige Schüler zeigen, wie viele unterschiedliche Talente in ihnen schlummern", sagt Musiklehrer Günter Moseler, der zum elften Mal Regie führt. Auch Hendrik Mühlenbrock zeigt seine Vielseitigkeit: Er schlüpft in Mercutios Rolle, gestaltet die Kulisse mit und macht Musik. Das Kommando über die Licht- und Toneffekte hat indes Leander Höhne. "Diesen Part übernehme ich gerne, da ich in dieser Richtung nach dem Abitur auch arbeiten möchte", sagt der Techniker.
Überraschungen
Er sorgt auch für einige Überraschungseffekte, die sich durch die komplette Aufführung ziehen. Auch ein alternatives Ende zur Shakespeare-Version versprechen die Schauspieler. Regisseur Moseler will die Spannung bis zur Premiere hochhalten: "Wie unser Stück endet, wird natürlich noch nicht verraten."
Am Freitag (30. Januar) feiert "Romeo und Julia" Premiere. Die Aufführung beginnt um 20 Uhr. Weitere Aufführungen sie am 31. Januar (Samstag, 20 Uhr) und am 1. Februar (Sonntag, 17 Uhr). Der Eintritt ist kostenlos.























