26. Februar bis 28. Mai
Ausstellung "Goldene Pracht"
Das Landesmuseum stellt spektakuläre Kirchenkunst aus. mehr...
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Roxel Sie nimmt eine stattliche Fläche von insgesamt 1000 Quadratmetern ein, verfügt über 219 Module und sorgt dafür, dass pro Jahr satte 27 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
Stellten am Freitag die neue Photovoltaik-Anlage vor: (v. l.) Benjamin Müller (kommissarischer Rektor der Droste-Hauptschule), Schulhausmeister Michael Otterbach und Sabine Terhaar (Vorstand der Firma »fairPla.net«). (Foto: Kay Böckling)
Die Rede ist von einer rund 140 000 Euro teuren Photovoltaik-Anlage, die an diesem Wochenende auf dem Flachdach der Droste-Hauptschule fertig gestellt wird. Sie wird laut eines unabhängigen Gutachtens über 40 000 Kilowattstunden Strom jährlich liefern. Damit kann diese Anlage jährlich soviel Strom produzieren, wie zehn bis 15 Vier-Personen-Haushalte - je nach deren individuellen Bedürfnissen - pro Jahr verbrauchen.
Die Droste-Hauptschule selbst profitiert nur indirekt von dieser umweltschonenden Sonnenenergietechnik. Der produzierte Strom wird nämlich in das Netz der Stadtwerke Münster eingespeist - aus dem dann schließlich auch die Roxeler Hauptschule ihre Energie bezieht.
Finanzierung
Für die Finanzierung zeichnet die Firma "fairPla.net" verantwortlich. Dabei handelt es sich um eine Genossenschaft für Klima, Energie und Entwicklung. Sie wurde 2006 von mehreren Energie- und Entwicklungsfachleuten aus dem Bundesgebiet und dem Ausland gegründet. Im Frühjahr 2007 nahm sie ihren Geschäftsbetrieb auf. Zurzeit hat "fairPla.net" 737 Mitglieder aus elf Nationen auf vier Kontinenten.
"Klimaschutz muss international gestaltet werden - so lautet eine der wichtigsten Forderungen der Klima-Experten", sagt Sabine Terhaar vom Vorstand der Genossenschaft. Dabei müssten die Industriestaaten in doppelter Weise handeln: "Ihre eigenen CO2-Emissionen drastisch reduzieren und zugleich die Entwicklungs- und Schwellenländer finanziell und technologisch so unterstützen, dass sie einen klimaschonenden Entwicklungsweg einschlagen können."
Doppelter Klimaschutz
Dieses Prinzip des doppelten Klimaschutzes setze die internationale Genossenschaft auf bürgerschaftlicher Ebene um, in dem sie parallel in erneuerbare Energieprojekte in Deutschland und in den so genannten Entwicklungsländern investiere. So stellte "fairPla.net" bereits zwei Biomasse-Kraftwerke im indischen Bihar fertig. Aktuell sondiere man laut Terhaar in Swaziland, im Tschad und in Ägypten Möglichkeiten für weitere Auslandsprojekte.
Zurück nach Roxel: Für den produzierten Strom auf dem Hauptschuldach, den man in noch in diesem Monat in das Netz der Stadtwerke einspeisen möchte, kassiert "fairpla.net" eine entsprechende Vergütung. Zugleich aber zahlt die Genossenschaft laut Terhaar eine Miete für die beanspruchte Fläche in Höhe von 440 Euro pro Jahr. Diese Miete richte sich nach der zu erwartenden Stromproduktion. Ob und wann sich die Installation letztlich für die Genossenschaft rechnet, ist unklar. "Unsere Mitglieder unterstützen solche Projekte mit ihrem Geld und investieren somit in den Klimaschutz", sagt das Vorstandsmitglied. Banken würden so etwas "ethisches Investment" nennen.
Im Unterricht behandeln
Benjamin Müller, kommissarischer Rektor der Droste-Hauptschule, ist begeistert von dieser neuen Anlage: "Wir freuen uns, dass wir an dem Projekt teilnehmen dürfen." Mit den Schülern werde man das Thema Klimaschutz nachhaltig behandeln und weiter vertiefen. Die neue Anlage auf dem Dach sei ein toller Aufhänger dafür.
So plant Müller beispielsweise, ein Display in der Aula zu installieren, auf dem die einzelnen Werte - inklusive der Emissions-Einsparungen - abzulesen sind. "Und auf einer Info-Tafel werden alle Fakten dann erklärt.
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