Nienbergerin in Mexiko: Wegen Schweinegrippe frei
NIENBERGE NIENBERGE Während die meisten Menschen auf der ganzen Welt die Ausbreitung des lebensgefährlichen Schweinegrippen-Virus vor dem Fernseher verfolgten, bekam Nora Nörenberg aus Nienberge es sozusagen hautnah mit.
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Bereits seit neun Monaten ist die 20-Jährige in Mexiko. "Ich wohne in Atlacomulco, einem Ort, der ungefähr zwei Stunden nördlich von Mexiko City enfernt ist", sagt die 20-jährige Nienbergerin, die in Mexiko einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst absolviert.
Von halb acht morgens bis mittags um 13 Uhr arbeitet Nora Nörenberg in einer Sonderschule für behinderte Kinder. Die Schule sei im ganzen Bundesland "Estado de Mexico" am besten ausgerüstet, dies hätte ihr die Psychotherapeutin, der Nora tatkräftig hilft, erzählt.
Zuerst die Sprache lernen
Anfangs hat die Nienbergerin jedoch nicht viel machen können: "Ich guckte zuerst nur zu, da ich kaum Spanisch sprach." Mittlerweile leitet sie schon mal auch alleine eine Therapiesitzung. "Dann mache ich mit den behinderten Kindern exakt die Übungen, die mir die Psychotherapeutin gezeigt hat." Zudem leitet Nora eine Bastelgruppe, wobei es noch andere Arbeitsgruppen gebe, wie zum Beispiel die Tanz-, Theater- oder Gesang-AG. "In diesen Gruppen sind die Kinder nicht nach ihren Behinderungen eingeteilt, sondern wild durcheinander gewürfelt", erzählt Nora. Und weil jedes Kind andere Bedürfnisse habe, sei die Beschäftigung mit bis zu 20 Kindern auf einmal sehr anstrengend. Aber sie hat bei der Arbeit auch viele entspannte Momente: "Jeden Montag und an den Feiertagen findet eine Zeremonie statt, in der alle Kinder zusammen die Nationalhymne singen."
Es gibt strenge Hygienevorschriften
Nun legten alle Mexikaner großen Wert auf die Hygiene. "Wir mussten uns erstmal die neuen Vorschriften anhören und sogar unterschreiben." Am Montag habe sie zusammen mit anderen Freiwilligen den ganzen Tag das Spielzeug mit Chlor reinigen müssen. "Es war sehr mühsam." Vor dem Schuleingang achte ein Lehrer immer darauf, dass niemand ohne Mundschutz reinkommt. Außerdem gebe er jedem beim Betreten der Schule einen Klecks Desinfektionsgel in die Hand.
- Um das Jahr erfolgreich zu Ende bringen zu können, ist der Verein AFS auf Spenden angewiesen, die wiederum Nora sammeln muss. Daher bittet sie um Spenden auf ihr Konto 0150 086 536, BLZ 400 501 50 (Sparkasse Münsterland-Ost). Spendenquittungen werden bei Angabe der Adresse selbstverständlich ausgestellt.
























