26. Februar bis 28. Mai
Ausstellung "Goldene Pracht"
Das Landesmuseum stellt spektakuläre Kirchenkunst aus. mehr...
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MÜNSTER Die positiven Erkenntnisse waren zweifellos da. Aber so richtig freuen konnten sich Angelina Grün und Rieke Brink-Abeler erstmal nicht über die kleinen und großen Schritte nach vorn, die das Grand-Slam-Turnier in Stavanger mit sich brachte. Zu bitter war das Aus im Poolplay am Donnerstag.
Angelina Grün (l.) und Rieke Brink-Abeler stehen beim Turnier in Marseille im Hauptfeld. (Foto: Jean-Marie Tronquet)
Gegen die Tschechinnen Lenka Hajeckova und Hana Klapakova vergab das Duo vom USC Münster sieben Matchbälle im dritten Satz und schlich erneut als Verlierer vom Sandplatz. "So kurz davor zu scheitern, ist schon extrem ärgerlich", erklärte Grün kurz nach dem letzten Ballwechsel. Am Ende hieß es 16:21, 21:15, 19:21. Beim 14:12 im Entscheidungsdurchgang sah es noch nach einem Happy End aus. Doch die Gegnerinnen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und nutzten schließlich ihren ersten Matchball zum Sieg. "Wir kannten die beiden nicht und brauchten eine Weile, um uns auf den trägen Rhythmus einzustellen", so Grün. Da war der erste Satz schon weg. Im zweiten Abschnitt aber klappte fast alles besser. Mit anderer Taktik und variablerem Aufschlag lief's plötzlich.
Im Abschlusssatz blieben die Münsteranerinnen am Drücker, doch Hajeckova/Klapakova spielten einen ruhigen Streifen, blieben immer dran. Grün: "Das war schon ein gutes Spiel. Auf diesem Niveau können wir auf jeden Fall mithalten." Die neunmalige Volleyballerin des Jahres bemühte sich, optimistisch zu bleiben. "Es war schon mal sehr wichtig für uns, dass wir ins Poolplay, also in die Gruppenspiele, gekommen sind." Dort wartete zwar harte Konkurrenz - wie etwa am Mittwoch Sara Goller und Laura Ludwig - auf die 30-Jährigen. "Eine Klatsche haben wir allerdings nicht kassiert." Seit Samstag hat das Duo zehn Partien absolviert und sieben davon gewonnen. Eine Bilanz, die das Selbstvertrauen steigern sollte. Ebenso wie der Fakt, nun erstmals auf der Weltserie ins Hauptfeld eingezogen zu sein. Auch wenn es dort drei Niederlagen gab.
Großer Respekt
Grün, die erst Anfang des Jahres von der Halle in den Sand wechselte, gesteht zwar, sich etwas schnellere Erfolge gewünscht zu haben. "Aber ich hatte auch von Beginn an großen Respekt vor der Sportart und wusste, dass jeder Fehler bestraft wird." Geduld und ein langer Atem sind also weiterhin gefragt für sie und Brink-Abeler.
Den nächsten Versuch unternehmen die beiden vermutlich ab Montag in der Schweiz. Beim nächsten Grand Slam in Gstaad dürften die Münsteranerinnen noch ins Feld nachrücken. Dann beginnt wieder der beschwerliche Weg über das Country Quota. Einige Verbesserungsansätze gibt es bereits. "Wir müssen konstanter werden", sagt Grün. Und konkretisiert: "Uns fehlt manchmal noch die Kaltschnäuzigkeit. Gelegenheiten zu punkten, sind ja da. Und als aufschlagstarkes Team müssen wir versuchen, nun auch öfter über andere Elemente zu kommen." Kleine Erfolgserlebnisse wie jetzt in Norwegen können ja manchmal sogar Wunder bewirken.
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