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Medienhaus Lensing
29.01.2012 16:36 Uhr
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42. Ball des Sports: Tosender Applaus für faszinierden Darbietungen

MÜNSTER Die Traute vor Mitternacht den Heimweg anzutreten, besaß niemand. Warum auch? Es gab keinen Anlass. Denn erstens bietet der Ball des Sports Jahr für Jahr bis in die frühen Morgenstunden beste Unterhaltung. Und zweitens war ja für 24 Uhr noch eine Besonderheit angekündigt. Es war zweifelsohne der Höhepunkt eines mal wieder außergewöhnlichen Abends.Von Thomas Rellmann

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Sarah Lindermayer versetzte das Publikum mit ihrer Drahtseilakrobatik ins Staunen.  (Foto Tronquet)

Das Duo Draifach verzauberte die Gäste in der Halle Münsterland mit einer atemberaubenden Darbietung aus Seiltanz, Akrobatik und faszinierender Beweglichkeit. Sarah Lindermayer und Antonia Modersohn glitten grazil zwischen zwei langen Tüchern umher, die lediglich an der Decke hängend ihr einziger Halt waren. Kaum in Sätze zu fassen, wie die beiden sich gegenseitig stimulierten und im wahren Wortsinn unter die Arme griffen.

Der Beifall war den jungen Damen sicher, eine logische Folge. Doch sie waren bei weitem nicht die einzigen, die tosenden Applaus kassierten. Es fing altersgemäß mit der 18-köpfigen Ballettgruppe der Residenz Münster an, das die Ouvertüre bestreiten durfte und setzte sich im Verlaufe der Stunden fort.

Koch eröffnet das Parkett

Der mittlerweile 104 Jahre alte Prof. Alfred Koch hatte seinen obligatorischen Auftritt und zeigte einmal mehr, dass ihm das Tanzen auch im hohen Alter noch im Blut liegt. Der älteste Gast eröffnete standesgemäß offiziell das Parkett.

Das Trio „Fette Moves“ setzte mit einem Breakdance, der Staunen hervorrief, auf die spektakuläre Karte. Auffällig war auch der Kleidungsstil. Statt Hip-Hop-Kluft wählten die drei Karlsruher die Gentleman-Variante mit feinem Zwirn und edlem Hut. Das kam an in Verbindung mit den schnellen und präzise abgestimmten Drehungen.

Reifenartist kämpft mit glattem Boden

Nicht minder begeisternd war die Einlage von Tom Birringer. Der Reifenartist bewies mit simplen Mitteln, wie eine wohldefinierte Motorik großartige Momente erzeugen kann. Eine wunderbare Vorstellung – obwohl die Glätte des Bodens den Protagonisten negativ beeinträchtigte, wie Moderator Jochen Temme anschließend und die Mimik Birringers schon während seiner Show verriet.

Apropos Temme. Vielleicht ist es nicht die dankbarste Aufgabe durch ein von Höhepunkten durchsetztes Programm zu führen. Doch der Vorsitzende des Stadtsportbundes unterstrich einmal mehr, dass er der richtige Mann für diesen Job. Mal mit Humor, mal mit Lob für die Darsteller und Sportler, auf jeden Fall immer unterhaltsam. So funktioniert es.

Der blendend aufgelegte Temme hätte selbst auch eine gehörige Portion Beifall verdient gehabt für seine Souveränität.

Tanzen bei jeder Gelegenheit

Es war auch sein Verdienst, das der Zeitplan perfekt umgesetzt wurde und immer mal wieder die Gelegenheit bestand, selbst aktiv zu werden auf der Tanzfläche. Tango, Walzer, Discofox – die längst etablierte Transatlantik Show lieferte für jede Variante die passenden Töne.

Später legte die Kombo „Two Gether“ im Nebensaal los und animierte diejenigen, die die älteren Klänge bevorzugen, zum Tanz. Und natürlich nutzten die vielen Athleten und Funktionäre die Gunst der Stunde zum Smalltalk und zur weiteren Vernetzung. Auch das gehört selbstverständlich zu einem solchen Anlass.

 
Der Ball des Sports fürs kommende Jahr ist bereits terminiert. Am 2. Februar 2013 beginnt die 43. Auflage der Veranstaltung.


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