SuS Neuenkirchen: 1:3 - SuS weiter ohne Punkt
NEUENKIRCHEN Der SC Delbrück, als Tabellenschlusslicht mit 0 Punkten und 0:7 Toren angereist, tanzte am Sonntag nach dem Spiel im Neuenkirchener Waldstadion. Ausdruck der Freude über den 3:1 (2:0)-Sieg beim SuS, bei dem nach dem Punktabzug, dem Spielausfall und eben dieser Pleite Ernüchterung eingekehrt ist.
SuS-ler Jörg Husmann musste blieb schwacher erster Hälfte in der Kabine. (Foto: Thomas Strack)
Dabei hätte alles anders kommen können, ja müssen. In der 2. Minute bediente Maik Klostermann SuS-Spitze Tobi Schütte Bruns, der allein auf Delbrücks Keeper Joswig zulief. Ein Querpass auf den mitgelaufenen Figueiredo wäre die goldene Lösung gewesen. Doch Schütte Bruns versuchte es selbst, scheiterte an Joswig. Kläglich.
Kapitale Abwehrpatzer
Acht Minuten später war der agile Klostermann erneut Ausgangspunkt einer SuS-Chance. Mit weitem Einwurf bediente er Figueiredo, doch dessen Volleyabnahme zischte über den DSC-Kasten (10.).
Der gute SuS-Auftakt verpuffte somit, und mit seiner ersten Chance kippte Delbrück die Partie. Berhorst „tunnelte“ Beckmann-Smith am rechten Flügel, seinen Rückpass drückte Fulland (17.) aus zentraler Position zum 1:0 in die SuS-Maschen.
Delbrück legt das 2:0 nach
Nur fünf Minuten drauf legte der Gast nach, wiederum begünstigt durch kapitale SuS-Abwehrpatzer. Nach einer Ecke von Kuhn wuchtete Yildiz aus vier Metern per Kopf das Leder unter die Latte, wobei er das fast aus dem Stand tat (22.). Beim 0:2 sah die SuS-Innenverteidigung mit Schulz und Haverkamp wie auch Keeper Klingbeil – allesamt Stützen der Vorsaison – arg schlecht aus.
Neuenkirchen war geschockt, hätte nach weiteren Fehlern in der Defensive durch Yildiz (35. und 45.) eigentlich das 0:3 und damit den K.o. kassieren müssen, hatte aber Glück. Haverkamp (35.) und Figueiredo (45. + 2) hätten vor der Pause verkürzen können, zielten aber vorbei.
Eigentor von Nico Haverkamp
Mit zahlreichen Umstellungen innerhalb des Teams und zwei neuen Spielern – Deiters und Haarmann kamen für die schwachen Husmann und Schütte Bruns – reagierte der SuS-Trainerstab. Doch der Hoffnungsfunken zerstob in der 51. Minute. Eine harmlose Kuhn-Flanke aus dem Halbfeld ließ Haverkamp nicht einfach passieren, sondern fälschte sie unnötig ab – so trudelte das Leder am verdutzten Keeper Klingbeil vorbei zum 3:0 für Delbrück ins lange Eck.
Immerhin knickte der SuS nicht vollends ein. Beckmann-Smith nutzte einen Joswig-Patzer per Kopf zum 1:3 (63.). Gegen kräftemäßig abbauende Gäste rannte der SuS danach an, war aber in der Offensive zu langsam, zu ungenau und zu ideenlos, um sich nochmal entscheidend durchzusetzen. Kaplan mit einem Solo (80.) und Haverkamp (84.) per Kopf hätten verkürzen können, trafen aber auch nicht. So tanzten am Ende die Delbrücker im Neuenkirchener Waldstadion, während die 0-PunkteSuS-ler gefrustet auf den Boden sanken.
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