SuS Neuenkirchen: 2:0-Sieg ist kein Leckerbissen
NEUENKIRCHEN Spielerische Leckerbissen warf der SuS Neuenkirchen seinen Zuschauern im Westfalenliga-Spiel gegen den VfB Fichte Bielefeld nicht gerade hin. Das durfte bei dem Personalschwund allerdings auch nicht erwartet werden. Das Resultat stimmte aber wieder. 2:0 (1:0) gewann Neuenkirchen gegen den Tabellenvorletzten aus Ostwestfalen.
Die größeren Spielanteile hatte Bielefeld. Simon Brüning (r.) und der SuS Neuenkirchen verteidigten das Tor vor allem in Halbzeit zwei aber effektiv. (Foto: Thomas Strack)
Die fällige Rote Karte gegen Kai-Steffen Potthoff im Bielefelder Tor blieb zwar aus, den Elfmeter verwandelte Andre Haarmann dafür aber sicher mit dem rechten Fuß im rechten unteren Eck zum 2:0.
Aufgrund der 20 Minuten vor der Pause war diese Zwei-Tore-Führung durchaus schmeichelhaft. Der SuS erlaubte sich zwischen der 25. und 45. Minute nämlich ungewohnt viele Nachlässigkeiten, die nicht allein auf die personelle Not geschoben werden durften.
Kapitän und Innenverteidiger Patrick Schulz unterschätzte zum Beispiel zweimal einen hohen Ball und spielte zudem einen fatalen Fehlpass an der Strafraumgrenze und brachte das eigene Gehäuse so insgesamt dreimal in Gefahr. Einige Mitspieler ließen sich anstecken, sodass das Neuenkirchener Spiel am Boden lag.
Bielefeld wusste diese Fehler aber überhaupt nicht zu nutzen. Die Gäste hatten zwar die ballsichereren Spieler in ihren Reihen, einen Knipser im Zentrum hatten sie aber nicht mit ins Münsterland gebracht.
Standards entscheiden
So blieb es bis zur Halbzeit bei der SuS-Führung, die Tobias Müller in der 15. Minute besorgte. Wieder musste eine Standard-Situation herhalten. Maik Osterhaus wurde halbrechts gefoult. Schulz brachte den Ball aus 20 Metern scharf vors Tor, wo Müller und hinter ihm auch Nico Haverkamp ungedeckt waren. Müller netzte zur zu diesem Zeitpunkt verdienten Führung ein.
Spielerisch blieb Neuenkirchen auch nach dem 2:0 im zweiten Abschnitt einiges schuldig. SuS-Trainer Franz-Josef Reckels machte aus der Raute in Durchgang eins eine Doppel-Sechs und stabilsierte so aber zumindest die Defensive. Mehr als ein Schuss von Bielefelds Marc Smith (55.) und ein Freistoß von Murat Kizilkaya (70.), die Tim Klingbeil im SuS-Tor entschärfte, kamen darum bei Bielefeld nicht heraus.
Neuenkirchen setzte fortan Reckels Vorgabe, im Falle einer 2:0-Führung die Kräfte zu schonen, perfekt um.
Leichte Sorgenfalten trieb den Neuenkirchener Verantwortlichen lediglich Nail Kaplan auf die Stirn. Der Stürmer musste nach überstandener Verletzung bereits nach einer halben Stunde wieder runter. Ein Einsatz kam vielleicht doch etwas zu früh.













