Emsfestival: 800 sehen die Bluesnightband - Zauber unterm Regenbogen
RHEINE The Blues is back in town. Mit einem grandiosen Konzert der Bluesnightband hat am Donnerstagabend das 10. Rheiner Emsfestival begonnen. Nach der offiziellen Eröffnung ging es mit der in Rheine bestens bekannten Band und 800 Besuchern gleich gut zur Sache.
Bei solch einem hochkarätigen Bläserduo hat der Blues eine ganz eigene Farbe. Die Bluesnightband war jedenfalls ein starker Auftakt des Emsfestivals 2010. (Axel Engels)
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Impulsiv und gefühlsbetont
Die kanadische Sängerin und Songwriterin Layla Zoe zeigte im ersten Set, wie impulsiv und gefühlsbetont Blues und Rock verbunden werden können. Mit einer Stimme, die an Janis Joplin in deren besten Zeiten erinnerte, schuf sie über das Wasser hinaus ein ganz enges Band zum begeistert mitgehenden Publikum.
Fotostrecke Auftakt des Emsfestivals 2010
Mit „Someday“ eröffnete die sympathische Sängerin den Reigen wunderbarer Melodien, riss dabei auch die Band inspirierend mit. Mit versiertem Saitenspiel setzten „Jimmy“ Reiter Olli Gee sie in Szene, lieferte Björn Puls mit punktgenauem Spiel die Grundlage für ein groovendes Blues-Erlebnis. Zusammen mit dem warmen Klang des Saxophons von Tommy Schneller glaubte man sich um Jahrzehnte zurückversetzt in beste Woodstock-Zeiten.Passend zum Ambiente direkt an der Ems
„Wade in the Water“ passte gut zum Ambiente des Emsfestivals, dessen Facettenreichtum durch den „Darling oft he Blues“ eine eindrucksvolle Erweiterung erfuhr. Charmant, kraftvoll und mit großer Ausstrahlung sang die mit einer einzigartigen Stimme ausgestattete Sängerin. Ihre sensiblen Balladen zeigten Tiefe und Gefühl.
Der Sänger und Trompeter Boney Fields zeigte sich als Vertreter einer ganz anderen Bluesrichtung. Er verband erdigen Chicago Blues mit Funk und Soul. Boney Fields hat schon mit ganz vielen Stars der Blues-, Soul- und Funkszene von Albert King bis Jimmy Johnson zusammen auf der Bühne gestanden.
Zwiegespräche mit dem Trompeter
„Making it funky“ war Synonym für seine Art, da kochte die Stimmung gleich mit dem ersten Song dieses geborenen Entertainers. Ob bei funkigen Standards oder bei eigenen Liedern, immer war er authentisch in seiner mitreißenden Art. Dies übertrug sich auf die Musiker der Bluesnightband, die bei Boney Fields natürlich einen ganz anderen Sound lieferten. Zusammen mit Tommy Schneller lieferte sich der Trompeter aus dem tiefsten Chicago instrumentale Zwiegespräche, die in ihrer Dichte und Lebendigkeit einfach begeisterten.
Mit solch einem Abend ließ sich auch der Wettergott versöhnen. Er zeichnete passend zur Musik Regenbögen zu den Balladen von Lela Zou und dramatisch wirkende Wolkenbilder zu Boney Fields an den abendlichen Himmel.





















