Familienministerin Schröder im Marienstift: "Absolut nachahmenswert"
RHEINE „Die Senioren haben schon einen schwierigen Musikgeschmack“, sagt die Zehntklässlerin und guckt entschuldigend in die Runde. Doch statt Kopfschütteln erntet sie lautstarkes Lachen – besonders von Kristina Schröder, der Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Kristina Schröder und Jens Spahn auf Stippvisite im Zimmer von Wilma Cordesmeyer. (Foto: tps)
Die zwölf Jugendlichen und Senioren haben bei den vier Projekttagen „Keine Angst vor den Alten“ zum Beispiel das Computer-Karaoke-Spiel „Singstar“ gespielt. „Da haben sie nicht nur Lieder von Popstar Lady Gaga gesungen, sondern auch Schlager wie „Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling“, berichtete Anja Rickert von der Caritas.
Keine Angst vorm Älterwerden
Auch die Seniorin Maria Stegemann bestätigte: „Wir haben sowas von gesungen, oh ja! Das war eine tolle Erfahrung.“ Die Jüngeren sollten ruhig merken, dass die Alten gar nicht so schlimm seien. Mit Erfolg, denn die Zehntklässlerin Vanessa antwortete der Ministerin, dass sie keine Angst vorm Älterwerden habe. „Das passiert ja sowieso, und dann sind wir ja auch out.“
Im Fokus des Gesprächs war auch ein weiteres Projekt mit Kindern aus den fünften Klassen. Die Schüler sind 14-täglich für eine Stunde am Nachmittag in die Einrichtung gegangen, um gemeinsam mit den Bewohnern Zeit zu verbringen. „Für die Kinder geht es darum, mögliche Vorbehalte gegenüber den Senioren abzubauen. Für die Älteren eher darum, auch mal die Schnelllebigkeit zu erleben“, erklärte Andrea Jäger von der Caritas. Und natürlich sollten auch alle Spaß haben. Und das hatten sie, erzählte auch die Sechsklässlerin Alina: „Besonders schön war, als wir gemeinsam Holzhäschen angemalt haben.“
Abruptes Ende
Die Gesprächsrunde endete abrupt, auch der geplante Rundgang durch die Einrichtung fiel kurz aus: Denn kurz darauf stand schon der nächste Termin in Lingen an.
Im Laufschritt ging es noch zum Zimmer von Wilma Cordesmeyer, die schon gespannt auf die prominenten Gäste wartete. Doch viel Zeit blieb nicht, bereits nach wenigen Minuten ging es auf den Rückweg. Den Kindern und vor allem Heimbewohnern wird dieser Tag noch lange im Gedächtnis bleiben, was bei der Ministerin vom 50-minütigen Besuch hängen bleibt, ist hingegen ungewiss: Zumindest hat sie Gefallen an den Aktivitäten der Caritas und der Euregio Gesamtschule gefunden. „Beide Projekte sind absolut nachahmenswert und haben Vorbildcharakter für Berlin.“











