Ignatz-Bubis-Aula: Aula ohne Schnickschnack
RHEINE Der Stil der neugestalteten Ignatz-Bubis-Aula im Josef-Winckler-Zentrum ist sehr modern und kaum mehr mit der alten Anmutung zu vergleichen. Klare Linien, in schwarz-weiß gehalten, ohne Schnickschnack – so präsentierte sich die Aula, die von der Volkshochschule und der Musikschule gemeinsam genutzt wird, gestern bei der offiziellen Eröffnung.
Martin Korte, Professor an der TU Braunschweig, referierte in der neugestalteten Ignatz-Bubis-Aula zum Thema »Wie lernt der Mensch«. (Foto: tps)
Doch während der Arbeiten habe sich herausgestellt, dass das so nicht geht. „Jetzt wurde der gesamte Boden abgeschliffen und dunkles Laminat gelegt.“ Zudem wurden die Fenster komplett ausgetauscht, eine neue Heizungsanlage eingebaut und die Bühne neugestaltet.
Kosten: 475.000 Euro
„Ich bin jetzt mit den abgeschlossenen Baumaßnahmen sehr glücklich“, fasst Kösters zusammen. Im November des vergangenen Jahres haben die Arbeiten der letzten Bauphase, die insgesamt 475.000 Euro gekostet hat, begonnen. Seit Dienstagabend ist nun auch die Finanzierung der Technik gesichert: Denn der Hauptausschuss hat für 107.000 Euro einen Dringlichkeitsbeschluss gefasst.
Doch dies stand bei der Eröffnung nicht im Vordergrund. Die Gäste sollten schlichtweg die Atmosphäre genießen.
Fotostrecke Einweihung der Ignatz-Bubis-Aula
Das fiel den zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Vereinsleben nicht schwer. Besonders die musikalische Darbietung des Kammerorchesters Concertino unter der Leitung von Raija-Liisa von der Ehe sorgte für Begeisterung und langanhaltenden Applaus. Die Musik von „The Lord of the Dance“ und „König der Löwen“ entfaltete sich gut im Raum.Guter Ton
Auch das Trio – Ying Kong, Anna Tyksinska-Hidzowa und Winfried Kwiotek – überzeugte am Klavier. „Ich bin begeistert, dass der Klang so gut war“, stellte Kösters zufrieden fest. An diesem Vormittag gab es jedoch nicht nur eine Anregung für die Sinne, sondern auch für das Gehirn: Denn Martin Korte von der TU Braunschweig referierte zum Thema „Wie lernt der Mensch?“
Der gebürtige Rheinenser stellte dabei vor allem die Faktoren Energie, Sauerstoff, Bewegung und Motivation heraus. Besonders die Miteinbeziehung des Publikums mit kleinen Tests machten die Ausführungen kurzweilig. „Der Vortrag passt wirklich gut, denn das diesjährige Motto der VHS lautet Lernspuren“, sagte Kösters. Sie hoffe, dass diese Veranstaltung auch Spuren in den Herzen der Gäste hinterlasse.














