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Medienhaus Lensing
09.02.2012 16:37 Uhr
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Klein-Berliner Aschermittwoch: Endgültiger Abschied vom Dorfplatz

Mesum Der traditionelle Klein-Berliner Aschermittwoch wurde diesmal von einigen überraschenden Einfällen und Beiträgen geprägt. Plötzlich stand der Dorfplatz in Flammen.Franz Greiwe

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Zum Abschied von ihrem Dorfplatz brannten die Mesumer Karnevalisten ein Feuerwerk vor der alten Josefschule ab. (Foto: Greiwe)

Die Dorfkarnevalisten trafen sich zunächst wie gewohnt mit allen Akteuren aus Elferrat, Garden, Vorstand und Büttrednern und marschierten unter Vorantritt des Trommlers Tim Hüls zum leeren Dorfplatz, wo noch wenige Stunden zuvor das Festzelt für die drei tollen Tage gestanden hatte. Dort verbrannten sie all ihre Requisiten aus Bütt und Show, um so wie jedes Jahr Abschied vom Klein-Berliner Karneval zu nehmen.

Dorfplatz in Flammen

Aber dann ließen es die Dorfkarnevalisten ganz plötzlich krachen: Zunächst stand der Dorfplatz in Flammen, Musik erklang, Feuerwerk sprühte, es qualmte und zischte. Dazu zog Pyrotechniker Martin Becker eine feine Lichterschau ab. Mit diesem kleinen Feuerspektakel wolle man deutlich machen, dass es an diesem Ort kein Karneval und auch kein Schützenfest mehr für die Dorfschützen geben werde, sagte Vorsitzender und Karnevalspräsident Christoph Kösters.

Bei diesen Worten blickte er in Richtung Verwaltung und Politik: „Wir trinken hier zum letzten Mal, wir haben schließlich keine Wahl. Mit Sack und Pack schickt man uns von dannen, den ganzen Verein mit seinen Mannen.“
Den unteren Klassenraum der alten Josefschule hatte der Elferrat fantasievoll zu einer „Gedenkstätte des Klein-Berliner Karnevals auf dem Dorfplatz“ einschließlich einer Bilder-schau aus vergangenen Narrentagen gestaltet.
Einen Hauch von Endzeitstimmung vermittelte auch die „Klein-Berliner Posaune“.

Weltuntergang

Aber sie wählte dazu einen anderen Hintergrund: „Nach Berechnungen unseres Redaktionsastrologen sowie der Maya und Inka geht die Welt im Dezember diesen Jahres unter. Wir bedanken uns bei allen Lesern und wünschen einen angenehmen Weltuntergang!“ Dazu versahen die Zeitungsmacher den Titel mit einem schwarzen Trauerflor: „Letzte Ausgabe“.

Aber kaum waren alle Karnevalisten am Mittwochabend wieder in ihrem warmen „Schwan“-Quartier, schüttelten sie ihre traurigen Gedanken an Platzverlust und Weltende ab und feierten den Abschluss „einer gelungenen Session 2011/12“, wie Josef Kösters als Vorsitzender der IG Karneval alle Mitwirkenden lobte. Auch dabei ließen sie es im legendären Fass als Büttersatz noch einmal richtig krachen. Da durften der Klein-Berliner Karnevalshit „Mesum bleibt Mesum“ und der herzlich beweinte Abschied vom Karneval des Prinzenpaares Klaus und Ingeborg samt Zeremonienmeister Christoph und Präsident Christoph Kösters nicht fehlen.

Mit Wetterbericht

Dass sie auch eine begnadete Büttrednerin ist, bewies nachhaltig Prinzessin Ingeborg Westhoff. Sie tarnte ihren witzig-spritzigen Rückblick als „ARD-Tagesschau“ und schloss diese natürlich mit dem Wetterbericht ab: „Es bleibt weiterhin hitzige Stimmung in der Karnevalshochburg Klein-Berlin!“ „Paohlbörger“ Alfons Deitermann (kl. Foto l.) hatte ganz eigene Erfahrungen mit den frostigen Temperaturen gemacht: „Wenn ein Heizpilz im Kühlwagen steht, weiß man, wie schlimm’s dem Thermometer geht.“

Aber für ihn war die Karnevalsbilanz klar: „Es gab viel Lob und keinen Tadel!“ Darum lud er alle Akteure zum Sommerfest auf seine alte Hofanlage am 29. Juni ein – satzungsgemäß am Freitag vor Kirmes. „Geschichtenerzähler“ Werner Rapien (kl. Foto r.) unterhielt auf seine unnachahmliche Art die närrischen Zuhörer. Sie alle erhielten als verdienten Lohn für ihren „Bütt-Fass-Auftritt“ den tiefschwarzen „Klein-Berliner Aschermittwoch-Orden“ 


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