Verwaltung lehnt ab: Kalkabbau und Badesee: Nein danke!
RHEINE Auf keine Gegenliebe stößt der Vorstoß der Kalkwerke Breckweg, jenseits der B 70 auf Dutumer Gebiet Kalk abzubauen. Auch das Angebot, später dort einen Badesee anlegen zu wollen, findet weder in der Verwaltung, noch in der Politik Zustimmung. Am Mittwoch berät der Planungsausschuss.
Die Kalkwerke Breckweg wollen mittelfristig ihre Kalkabgrabungen auf den Bereich jenseits der B 70 ausweiten. Die Stadt ist dagegen. (Foto: Spellmeyer)
Auf dem Tisch hat das Ratsgremium eine Vorlage der Verwaltung, die sich zusammenfassend klar ablehnend zu dem Projekt äußert: Aufgrund der überwiegend negativen Auswirkungen wird das Abbauvorhaben auf dem Gebiet der Stadt Rheine abgelehnt; damit ebenso die Entwicklung eines Badesees im Westen des Stadtteils Dutum.
Klare Worte, die nicht nur das Resultat der Meinungsbildung innerhalb des Ausschusses und bei den Fachleuten wieder spiegeln. Auch eine Einwohnerversammlung, zu der die CDU eingeladen hatte, ergab eine deutliche Ablehnung des Vorhabens. Den Badesee wollen vielleicht einige, den Kalkabbau vor der Haustür aber keiner.
Bereits jetzt viel Unmut
In der Versammlung war deutlich geworden, dass es bei Anwohnern bereits jetzt viel Unmut über die Kalkwerke gibt. Eine Anwohnerin klagte im anschließenden Gespräch mit unserer Redaktion gar über Risse in den Wänden, die sie auf die Erschütterungen durch die Sprengungen im aktuellen Steinbruch, der jenseits der B 70 liegt, zurückführt.
Auch die neue Brecheranlage der Kalkwerke ist Anliegern ein Dorn im Auge. Hochfrequente Töne durch die Steinmühle lassen Bewohner in Dutum nach deren Angaben schlecht schlafen.
Messungen ergaben keine Überschreitungen
Die Bezirksregierung weiß von diesen Beschwerden und erklärte jetzt auf Anfrage, dass ein Mitarbeiter des Arbeitsschutzes die Familie aufsuchen wolle. "Bei regelmäßigen Messungen wurden im Steinbruch keine Überschreitungen festgestellt", erklärte eine Pressevertreterin der Bezirksregierung zu den Beschwerden über den Lärm der Kalkwerke.
"Die Erweiterung des Steinbruchs wird im Wege der Neuaufstellung des Regionalplans wieder aufgegriffen. Im September wird der Aufstellungsbeschluss für den Regionalplan Münsterland beschlossen", beschrieb die Bezirksregierung den weiteren Gang des Verfahrens.











