Rosenmontagszug: Narren legten sich mächtig ins Zeug
Rheine Selten zuvor sah man einen Rosenmontagsumzug in dieser Stadt, für den sich die Narren so sehr ins Zeug gelegt hatten, wie für den närrischen Lindwurm 2012. Den Vogel schossen dabei zweifelsohne die Alt-Gellendorfer ab, dicht gefolgt von den Hauenhorster Bürgerschützen. Die Närrinnen und Narren an den Straßen der Stadt waren begeistert.
Die Alt-Gellendorfer Karnevalisten begeisterten die Jecken an den Rändern der Zugstrecke mit aufwändigen Kostümen und wunderschönen Wagen. (Foto Thomas Strack)
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Fotostrecke Rosenmontagszug
Auch "ohne" blau
Auch in Elte ruhen die Wagenbauer nicht. Ihr Prinzenwagen war schmuck, schön danach auch der böse Wolf im PKW-Anhänger der IGR. Dass man auch ohne Alkoholgenuss viel Spaß haben kann, bewies eine Fußgruppe des Kreuzbundes aus Münster. Auch „ohne“ waren sie blau – als Schlümpfe. Super!
Dass man wattstarke Boxen mit einer originellen Botschaft verbinden kann, bewiesen nach einer immerhin gut gefederten Catenhorner Vorjahres-Replik aufs Gerstensaft-Männeken die Altenrheiner Landjugendlichen. Als Ghostbusters machten sie sich daran, die Geister exorbitanter Benzinpreise zurück in die Zapfsäule zu bannen; dazu gab´s eine stets feuerbereite Bonbon-Bazooka.
Gleich elf Zugnummern hatten sich Mesums Feldmäuse und der TVM sowie hintendrein der BSV Mesum reserviert. Von der niedlichen Bambino-Garde bis zur Festung am oder im Nottingham Forest – das Süddorf lebt der Karneval und hatte sich diesmal ganz dem Disneyland verschrieben. Aufwändig: das Logo des Mouse-Imperiums ganz vorne – toll gemacht!
Zum Mitschunkeln
Was fürs Herz war die „Partyband“ aus dem niederländischen Gouda. Nach Ramba-Zamba aus großen Boxen erklangen aus den Instrumenten Walzer-Klänge zum Mitschunkeln. Eine stimmungvoller Ruhepol im hektischen Karnevalstreiben.
„Willkommen auf der Spielwiese“ lautete die Botschaft der Aktiven des Golfclubs Rheine. Sie intonierten ihr Motto „Have fun“ mit „... die Hände zum Himmel“. Da blieb kein Narr ruhig stehen.
Sowohl die Veit-Gilde, die den EU-Zirkus Europa aufs Korn nahm, als auch die Abendgesellschaft mit ihrem schönen Mottowagen „Akropolis Adieu“ blickten auf den Wirbel um Euro und Athen.
Blauröcke ohne Zuhause
Wesentlich dichter dran waren da die Blauröcke vom Zug rechts der Ems. Hinterm roten Unimog machten sie unmissverständlich klar: „Wir brauchen ein Zuhause!“ – und meinten das neue Spritzenhaus, das immer noch fehlt.
Schwimmer auf großer Fahrt waren die TV Jahn-Aktiven in ihrem Drachenboot. Der Wikinger-Wagen war mit viel Liebe gemacht.
Karneval in Venedig
Den Vogel beim diesjährigen Rosenmontagszug schossen indes zweifelsohne die Alt-Gellendorfer ab. Sie schafften es, mehr als nur eine Spur venezianischen Karneval in die Stadt zu zaubern. Masken, Kostüme und zwei aufwändige Wagen bewiesen: Gellendorf und Karneval – das sind eine Einheit. Grandioso!
Die Drumfanfare Hengelo und der Fanfarenzug Aloysius wetteiferten darum, wer die besten Samba-Trommler in seien Reihen hatte. Unentschieden, meine ich. Die meisten „Helau!“ bekam auf jeden Fall das Prinzenpaar der KUR. Wolfgang I. und Christa Victoria ließen sich denn auch nicht zweimal bitten, und warfen alten und jungen Jecken Kamelle und andere Leckereien zu, was das Zeug hielt.
Fazit: Ein Rosenmontagszug, der heraus ragte durch einen schönen Mix und originelle Einfälle mit viel Liebe zum Detail. Jeck, wat willste mehr?
















