Trosse-Kult: Neun Stunden lang auf die Ohren
MESUM Ganze neun Stunden Rockmusik vom Feinsten – live, nonstop. Angetrieben von mehr als 850 begeisterten Musikfans, hauten die zehn Bands beim Trossekult Open Air am Samstag kräftig in die Gitarrensaiten.
Beim Auftritt von »Jupiter Jones« gab das Publikum noch einmal alles. (Foto Dennis Stein)
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Am späten Nachmittag machten die vier Jungs von „Knights of the Sun“ den Anfang. Im Mai erreichten sie beim Trossekult Bandcontest den dritten Platz und sicherten sich somit den Startplatz beim Open Air-Festival. Damit hatten die Rheinenser natürlich kein einfaches Los gezogen, denn der Großteil der Gäste trudelte erst gegen Abend ein. Dennoch: „Knights of the Sun“ füllte die Rolle als „Anheizer“ bestens aus und rockte mit knallharten Metalsongs wie „Total Control“ die große Festivalbühne warm. „Viel Spaß noch Leute, aber trinkt nicht zu viel“, gab Sänger Pratheep dem Publikum zum Schluss noch mit auf den Weg.
Aus allen Rohren gefeuert
Direkt im Anschluss schnappten sich „Grenzwert“ aus Spelle das Mikro, und feuerten mit deutschem SkaPunk aus allen Rohren bzw. Verstärkern. Auch sie qualifizierten sich über den Bandcontest für das Open Air-Festival – genau wie das Quartett „Venus in Beton“ aus Emsbüren, das mit lautem Punkrock die 15 000 Watt starke Tonanlage voll und ganz ausreizte.
Scheu abgelegt
Fotostrecke Trosse-Kult-Festival
„Kommt mal lieber nach vorne, der Bierwagen kippt schon nicht um“, rief Mitorganisator Thorsten Asemann dann während einer kleinen Pause in Richtung des noch scheuen Publikums. Zusätzlich versorgte das Cover-Trio „Know How“ auf der Nebenbühne die Zuschauer mit Pop- Hits wie „Beautiful“ von Christina Aguilera. Dieser „Pausensnack“ kam ebenfalls richtig gut an.Intensives Headbanging und Pogen
Alina, Sängerin der münsteraner Band „The Boiler“, demonstrierte dem Publikum an diesem Abend was „Frauenpower“ bedeutet. Erstmalig hallte an diesem Tag eine kräftige Frauenstimme über den Emskämpenweg in Mesum. „Geile Stimme! Zugabe!“, rief ein Zuschauer begeistert in Richtung Bühne.
Von Act zu Act stieg die Stimmung beim Trossekult Open Air. Kein Wunder also, dass bei zahlreichen Gästen intensives Headbanging und Pogen auf dem Programm stand. Mit den anschließenden Auftritten von „Haltbar“ aus Bocholt, den Indie-Rockern „The Picturebooks“, „December Peals“ aus Ibbenbüren und dem Trio „Triggerfinger“ aus Belgien, verging der weitere Abend dann wie im Flug.
Würdiger Abschluss
Gegen halb elf kam es schließlich zum sehnsüchtig erwarteten Höhepunkt: Der Auftritt des Headliners „Jupiter Jones“. Die vier Jungs aus der Eifel, die schon ganz große Fische in der Musikszene sind, spielten mit „Eine Landjugend“ und „Das Jahr, in dem ich schlief“ unter anderem Songs aus ihrem neuesten Album „Holiday in Catatonia“ und verlangten dem Publikum mit melodischem und teilweise auch melancholischem Poprock kurz vor Mitternacht noch einmal alles ab. „Jupiter Jones“ bewiesen eindrucksvoll, dass sie sich in Mesum schon eine riesige Fangemeinde aufgebaut haben und krönten das Open-Air mit einem mehr als würdigen Abschluss.
















