Landgericht: Raubserie: Achteinhalb Jahre Haft gefordert
RHEINE/ MÜNSTER Jetzt wird es ernst: Im Prozess um eine Serie von Tankstellen-Überfällen in Rheine hat Staatsanwalt Carsten Dombert am Dienstag acht Jahre und sechs Monate Haft beantragt. Darüber hinaus solle der angeklagte 33-Jährige in der Sicherungsverwahrung untergebracht werden, so der Anklagevertreter in seinem Plädoyer.
(Foto: Archiv)
Außerdem hatte in einem Fall die Überwachungskamera einer Tankstelle den Räuber in einer Winterjacke gefilmt, wie sie zu diesem Zeitpunkt nur der Mann aus Rheine zu Hause in seinem Kleiderschrank haben konnte. Eine Mitarbeiterin eines Zulieferbetriebes der Kaufhauskette C&A bestätigte am Dienstag als Zeugin, dass die bei dem Angeklagten sichergestellte Jacke definitiv ein Unikat sei.
Sticker auf Jacke nachträglich angebracht
Ein auf dem Ärmel befindlicher Sticker sei ganz sicher nachträglich angebracht worden. Dieser Sticker ist auch auf dem Film der Überwachungskamera zu sehen. Dombert: „Das ist ein klarer Hinweis, dass er der Täter ist. Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass er seine Jacke verliehen haben könnte.“
Angesichts der zahlreichen Vorstrafen des Mannes und der rasanten Rückfallgeschwindigkeit sei an eine mildere Bestrafung nicht zu denken. Der 33-Jährige war erst vier Monate vor Beginn der Tatserie aus der Haft entlassen worden.











