Bundeswehr: Rheine gibt Kampf um Heeresflieger nicht auf
Rheine Es war eine seltsame Mischung aus Wut, Verzweiflung und dem großen Willen, nicht aufzugeben, die gestern die illustre Runde einte, die im Rathaus zum „1. Faktencheck zum Bundeswehrstandort Rheine Bentlage“ zusammengekommen war. Am Ende stand ein Ziel: Rheine will weiter für seine Heeresflieger kämpfen.
Ein letzter Blick zurück, dann endet wohl das Heeresflieger-Kapitel in Rheine. Die Soldaten ziehen in absehbarer Zeit ab. Die Zukunft des Kasernengeländes ist hingegen noch völlig offen. (Foto: Huge sive Huwe)
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Auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wird einen Brief mit der Bitte um Unterstützung erhalten. „Wir wehren uns mit allen Mitteln dagegen, dass diese Entscheidung umgesetzt wird“, sagte Udo Bonk, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt. Eine Äußerung, die den kämpferischen Willen, Rheine noch nicht verloren zu geben, widerspiegelte.
Hoffnung und Wut
„Wir sind doch eine Demokratie und Demokratien haben die Stärke, Fehler zu berichtigen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende der Stadt, Jürgen Roscher. Neben dieser Hoffnung herrschte vor allen Dingen Wut. Wut darüber, dass es auf die schriftliche Nachfrage der Bürgermeisterin nach den Gründen der Schließung bislang keine Reaktion aus dem Verteidigungsministerium gibt.
„Das Zauberwort in der Politik heißt doch heute Transparenz – dem sollte sich auch mal der Minister stellen“, sagte MdL Elisabeth Veldhues. Die möglichen Gründe für die Standort-Schließung – zum Beispiel die zu kurze Landebahn – seien bislang nur aus den Medien bekannt. „Keiner dieser Gründe ist nachvollziehbar, wir sind wirklich auf das Schreiben des Ministers gespannt“, sagte Kreisdirektor Dr. Martin Sommer.
Auf die Frage, was Laup-heim – dieser Bundeswehr-Standort bleibt erhalten – besser gemacht habe, sagte Kordfelder: „Das muss uns jetzt der Minister beantworten.“ Und gefragt, ob sich Ministerpräsidentin Kraft ausreichend für Rheine eingesetzt habe, kündigte die Bürgermeisterin an: „Darüber werde ich mich persönlich mit ihr unterhalten.“
Fest steht: Bei diesem Gespräch werden wohl nicht nur Nettigkeiten unter Parteikolleginnen ausgetauscht werden.













