Schrumpfen bald die Kneipen? - Bilanz nach einem Monat Rauchverbot
RHEINE In Kneipen mit einer Fläche von bis zu 75 Quadratmetern darf künftig geraucht werden. Was aber ist mit Gaststätten mit wenigen Quadratmetern drüber? "Da werden sich die betreffenden Wirte sicherlich etwas einfallen lassen und ihren Raum durch geringfügige Baumaßnahmen auf 75 Quadratmeter verkleinern", vermutet Fachbereichsleiter Reinhold Künstler der Stadtverwaltung. Noch sei keine Kneipe auf das "Rauchermaß" geschrumpft, aber man stelle sich schon jetzt auf entsprechende Bauvoranfragen ein.
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Seit einem Monat ist das Gesetz zum Rauchverbot in NRW in Kraft. Künstler zog eine positive Bilanz. 250 Gastronomiebetriebe haben in Rheine eine Lizenz. 20 Beschwerden seien - oftmals gegen die selben Betriebe - eingegangen. Die entsprechenden Besitzer oder Pächter seien angeschrieben und anschließend besucht worden.
"Wir haben ein gutes Einvernehmen mit der Gastronomie, haben auf die Beschwerden hingewiesen und es bei einer mündlichen Verwarnung belassen", so Künstler. Nachdem allerdings das Bundesverfassungsgericht und das Landesministerium die 75-Quadratmeter-Grenze festgelegt hätten, "müssen wir jetzt einen Gang höher schalten", kündigt der Ordnungsamtsleiter an. Das gelte auch für die Regelung, dass sich in diesen Raucherkneipen keine Jugendlichen unter 18 Jahren aufhalten dürfen und keine frischen Speisen angeboten werden.
Auf einen Mangel stießen die Ordnungshüter bei ihren Kontrollen: Viele Kneipen haben ein Raucherzeichen an ihrem Eingang, viele aber, in denen nicht geraucht werden darf, kein Zeichen mit einer durchgestrichenen Zigarette. Auch hier werden man verstärkt kontrollieren.
Immer wieder käme es auch zu einem Missverständnis: In Vereinsheimen dürfe geraucht werden, sei oft zu hören. Aber: "Vereinsheime ohne Schankkonzession sind Freizeiteinrichtungen und da ist das Rachen generell verboten", so Künstler.


















