Star-Pianist Vitaly Popov: Versunken im Notenrausch
RHEINE Sichtlich bewegt blickte Elisabeth Hafkemeyer auf das große Publikum im Falkenhof: Die Sprecherin des Eine-Welt-Kreises St. Dionysius (EWK) begrüßte über 100 Gäste zum Benefiz- und Jubiläumskonzert im Morriensaal. Der russische Star-Pianist Vitaly Popov spielte am Donnerstagabend zum 15. Geburtstag des ehrenamtlichen Kreises - und für indische Kinder, denen sich das Engagement widmet.
Verzauberte das Publikum: Vitaly Popov. (Foto: Elvira Meisel-Kemper)
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Popov lebte in der Musik, das war deutlich spürbar. Der 39-Jährige, der schon früh Erfolge feierte, bewies seine Klasse auch in der Auswahl sehr schwieriger Musikstücke. Vor allem in den leiseren, melancholischeren Passagen, die auch in der feurigen Rhapsodie von Liszt zu finden sind, kostete er jeden Ton aus, fühlte sich in ihn hinein, versank in der Melodie und tauchte erst Sekunden nach dem Verklingen des allerletzten Tones aus dem Notenrausch auf, um sich über den begeisterten Applaus zu freuen. Symphatisch besessen Wie ein sympathischer Besessener entließ der Pianist Mussorgskis tonale Bilder in den Raum, während der "Gnom" oder das Treiben in den Tuilerien in Paris als reale Bilder auf der Leinwand erschienen. Die Meisterwerke der verschiedenen Stimmungen fanden in Popov den Meister, der sie zu neuem Leben erweckte.
"Der hatte aber flinke Finger", äußerte sich eine Besucherin begeistert. So kann man es natürlich auch sehen.













