Zooinspektor Michael Rolfs im Porträt
RHEINE „Wenn andere Kinder damals mit Playmobil Städte gebaut haben, dann habe ich mir immer schon Gehege gebastelt“ – Zoos sind seit jeher ein nicht weg zu denkender Bestandteil in Michael Rolfs Leben. Mittlerweile ist er Zooinspektor im Naturzoo.
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„Ich könnte mir auch vorstellen, hier an dieser Stelle bis zur Rente zu bleiben“, meint der 34-Jährige. Nach jetzigem Stand müsste er also noch 33 Jahre arbeiten. Er scheint sehr zufrieden mit seinem Job zu sein. „Ja, das ist mein Traumberuf“, sagt er im Brustton der Überzeugung.
Nachdem ihn das Zoofieber schon in der Kindheit packte, ließ es ihn nicht mehr los. Zunächst ging der Bildungsweg aber in eine andere Richtung: „Ich habe erstmal so ein bisschen in Münster Erdkunde studiert – in Richtung Entwicklungshilfe. Allerdings habe ich während des Studiums mehr Zeit im Allwetter-Zoo verbracht“, lacht Rolfs. Sein weiterer Weg war damit quasi vorgezeichnet.
2003 zurückgekehrt
„Ich kannte den Zoo in Rheine schon. Der hob sich damals durch seine Naturnähe noch mehr von vielen anderen Zoos ab, als heute. Davon war ich fasziniert. Glücklicherweise hat das dann auch mit der Ausbildung zum Tierpfleger geklappt“, blickt Michael Rolfs heute zurück.
Zwischendurch arbeitete er im Zoo Duisburg mit Menschenaffen zusammen, bevor er 2003 als Zooinspektor in die Emsstadt zurückkehrte.
Typisch deutsch
Und was macht so ein Zooinspektor den lieben langen Tag? „Das Berufsbild ist eigentlich ein typisch deutsches. Von mir werden die Personaleinteilungen gemacht, die Futterbestellung aufgegeben und die Dienstpläne aufgestellt.“
Außerdem unterweist Rolfs die Auszubildenden, derzeit vier an der Zahl zuzüglich eines Umschülers, in Theorie und Praxis und assistiert Tierärzten bei ihrer Arbeit. Er darf auch selbst Tiere mit dem Blasrohr betäuben, wenn es nötig ist.
Herzensangelegenheit
Kommt da der Kontakt mit den Tieren nicht zu kurz? „Man hat schon weniger mit den Tieren zu tun als der Pfleger. Aber das sehe ich auch als unseren Vorteil, sich miteinander beschäftigen können und nicht ständig ein Pfleger herumwuselt“, so Rolfs.
Seine Herzensangelegenheit ist es allerdings, den Menschen die Tiere näher zu bringen, sei es bei Führungen oder im Gespräch. „Das ist für mich die Grundidee eines Zoos“, so Zooinspektor Michael Rolfs.
















