Trosse Kult: Zwei Bands gewinnen Kampf um die begehrte Bühne
MESUM Donnernde Drums, schrille Gitarrensounds, die Boxen aufgedreht bis zum Anschlag: Beim Trosse Kult Festival im HOT Alte Dame kämpften Samstagabend fünf lokale Bands um den begehrten Startplatz beim legendären Open-Air im September. Für den Abschluss sorgte dann die Kapelle Petra.
Volumerise rockten, gewannen aber keinen Platz beim Festival. (Foto: Dennis Stein)
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Verdigo (Rheine), Volumerise (Rheine), Monument (Rheine), Mister Morton (Münster) und Sgt. Tenpenny (Recke) - ein Line-Up, das vielen Szenekennern sicherlich ein Begriff sein wird und sich dementsprechend nichts schenkte. Auf großen Bühnen stehen, groß rauskommen, welche Band möchte das nicht? Der Trossekult will sie dabei unterstützen: "Mit dem Contest wollen wir lokalen Bands eine Möglichkeit geben, sich zu präsentieren. Das passiert leider viel zu wenig", sagt Mitorganisator Thorsten Asemann.
Kommunikation mit dem Publikum
30 Minuten hat jede Band, um die Gunst des Publikums und der Fachjury zu gewinnen. Dabei zählt nicht nur die Musik, sondern das Gesamtpaket: "Uns ist sehr wichtig, dass die Musiker mit den Leuten kommunizieren, dass sie das Publikum ansprechen", so Asemann.
Vier lokale Bands werden sich beim Trossekult Open-Air am 3. September präsentieren. Zwei Startertickets dafür wurden Samstagabend vergeben. Auf Sgt. Tenpenny und Verdigo fiel schließlich die Wahl. Sie konnten die Jury restlos überzeugen. Tosender Applaus von 200 Fans im Jugendzentrum.
Kapelle Petra mit Staubsauger
"Auf den Bandnamen kamen wir durch die Anfangsbuchstaben der Namen unserer Mütter. Wir sind sehr familiär", sagte Schlagzeuger "Ficken Schmidt" und sprach von Mama "Franziska", obwohl ein "F" in "Kapelle Petra" ja nirgends zu finden ist. Eine seltsame Antwort. So chaotisch ihre Musik ist, so gaben sie sich auch im Gespräch.
"Nein, in Jordanien gibt es eine rosa Felsenstadt, die heißt auch 'Petra'. Daher kommt unser Name", sagt der Drummer und schwört, dass er dieses Mal ehrlich ist.
Sportfreunde Stiller und Helge Schneider
Als "lustigen Deutsch-Pop" beschreibt der Sänger und Songwriter der Band, "der Opa", die ganz spezielle Musik des Quintetts: "Sportfreunde Stiller treffen Helge Schneider." Wahre Worte: Bei Songs wie "Gewitter" oder "Geburtstag" ereilt den Zuhörer das Gefühl, die Jungs entstammten dem Quatsch Comedy Club.
Bester Beweis: Der Staubsauger wird als Dudelsack benutzt. "Natürlich ist das Playback, aber live auf der Bühne ist das lustig anzuschauen", so "der Opa".
Drei Alben haben "Kapelle Petra" schon veröffentlicht. Das letzte bescherte ihnen einen Plattenvertrag. Was zieht sie also noch ins kleine, beschauliche Mesum? "Wir haben schon ein paar Mal beim Trossekult Open-Air gespielt. Es ist immer sehr nett hier."













