Neue Serie "Mein Verein": Zwei glänzende Tanzsterne
MESUM „Ohne das ehrenamtliche Engagement, wie es Kathrin und Pia leisten, ginge es nicht. Da würde in unserem Verein alles zusammenbrechen“, weiß Petra Heitjans-Keuper, 1. Vorsitzende der Tanzsterne und Mutter von Pia Keuper.
Pia Keuper und Kathrin Brüggemann. (Foto: Habersack)
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Beide merkten schnell, dass eine laute Stimme und ein bestimmender Ton oft die einzige Möglichkeit sind, um Ordnung in den Haufen tanzwilliger Mädchen zu bringen. „Die Musik ist ja schon laut, da geht man schon mal schnell ins Schreien über“, sagt Pia, die die so genannte Jugendgarde trainiert. Das sind rund 20 Sieben- bis Zehnjährige, die altersgemäß nicht immer voll konzentriert sind.
Disziplin
Dabei sind Ordnung und Disziplin wichtige Elemente beim karnevalistischen Tanzsport – spielen ein oder zwei Tänzerinnen nicht mit, dann wirkt die ganze Choreographie nicht mehr. Bei Turnieren gibt es dann empfindliche Punktabzüge.
Aber die beiden jungen Damen wissen aus eigener Erfahrung genau, dass ihre Mädels nicht immer nur Tanzen im Kopf haben. „Die bringen die unterschiedlichsten Probleme mit zum Training. Manchmal sind wir auch Seelsorger“, sagt Kathrin. Sie trainiert die Elf- bis Vierzehnjährigen und die Gruppe ab 15 Jahre. „Das ist schon ein spannendes Alter“, sagt Kathrin. An Sätzen wie diesen erkennt man die Reife, die Kathrin und Pia durch ihr verantwortungsvolles Engagement entwickelt haben.
Während andere Jugendliche am Wochenende gerne bis in die Morgenstunden feiern, stehen Pia und Kathrin nicht selten im Morgengrauen auf, um ihre Tanzgruppe zu betreuen. „Wenn wir zu Turnieren nach Hamm oder Hannover fahren, geht‘s morgens um 5 Uhr in Mesum los“, erzählt Pia, die zugibt: „Manchmal würd‘ ich auch gern ausschlafen.“ Denn auch wenn keine Turnierzeit ist, Training steht jeden Samstagmorgen um 10 Uhr auf jeden Fall an.
Freude belohnt
Und auch Kathrin erzählt von den Momenten, in denen sie denkt: „Mensch, ist das anstrengend, warum mache ich das alles eigentlich.“ Aber dann lächeln beide und sagen fast im Chor: „Man bekommt einfach so viel zurück.“
Die Freude der kleinen Tänzerinnen nach einem gelungenen Auftritt zu erleben, zu wissen: „Das ist auch mein Applaus, obwohl ich nicht auf der Bühne stehe“ – das entschädigt für vieles. „Als ich 18 geworden bin, kam jedes meiner Mädchen mit einem Geschenk, da hatte ich Tränen in den Augen“, erinnert sich Pia.
„Ich bin mächtig stolz auf die beiden“, sagt die 1. Vorsitzende Heitjans-Keuper. Das kann sie sein. Denn engagierte Jugendliche wie Kathrin und Pia braucht jeder Verein.













