Grün-Weiß Rheine: Ein Derby auf Augenhöhe
RHEINE. Nach drei Spieltagen steht Grün-Weiß Rheine in der Bezirksliga mit blütenweißer Weste an der Tabellenspitze. Ein Traumstart, den kaum jemand – auch Trainer Michael Fleddermann nicht – erwartet hatte. Am Sonntag ist Ortsrivale Amisia zu Gast, und die Voraussetzungen versprechen ein heißes Lokalderby.
Markus Preßmann (l.) muss mit den Amisen am Sonntag im Derby bei Grün-Weiß Rheine ran. (Foto: Thomas Strack)
Noch nicht reif genug
Er geht nach wie vor davon aus, dass seine junge Mannschaft noch nicht reif ist, um auf Dauer ganz oben mit zu mischen. „Wir haben das nötige Quäntchen Glück gehabt und auch gut gespielt, aber Amisia hat die stärkeren Gegner gehabt“, relativiert der Grün-Weiß-Coach die
Bilanz beider Teams.
Die Grün-Weißen scheinen aber stärker als in der Vorsaison. Das streitet Fleddermann nicht ab. Die Mannschaft ist spielerisch besser und in der Breite ausgeglichener besetzt. So gibt es hinreichend Alternativen für die einzelnen Positionen und das verstärkt intern die Konkurrenz.
Daniel Kühs ist spielberechtigt
So sind Daniel Kühs und Jannik Stockel-Veltmann am Sonntag zwar erstmals spielberechtigt, aber allererste Wahl sind sie deshalb noch nicht. Fleddermann sieht keinen Grund, die bisher so erfolgreiche Mannschaft zu ändern. Bis auf Philipp Hermeler (beruflich verhindert) und Artem Grishko (Klassenfahrt) stehen alle Spieler zur Verfügung.
Fleddermann geht von einem offenen Derby aus, in dem die Tagesform den Ausschlag geben wird. Genauso sieht das sein Gegenüber Thomas Spölming. Auch wenn seine Mannschaft keine so tolle Bilanz aufzuweisen hat – vier Punkte aus drei Spielen – spricht der Amisen-Trainer von einer guten Leistung und ist zufrieden. So war die 0:1-Niederlage bei Titelaspirant Preußen Borghorst unglücklich und schmälert nicht den guten Gesamteindruck der Amisen.
Spölming: „Wir wollen punkten und auf alle Fälle eine Niederlage vermeiden.“ Der Amisia-Coach hat keine Personalsorgen. Mit Julian Wissmann, Patrick Klesper und Alexander Hunold sind drei Spieler aus dem Urlaub zurück und komplettieren den Kader. Spölming wird sie aber wohl noch nicht von Beginn an bringen.
Sportliche Rivalität
Hinsichtlich der taktischen Ausrichtung sind keine Überraschungen zu erwarten. Beide Seiten werden zunächst vorsichtig agieren, da man sich gut kennt. Ein frühes Tor würde der Partie gut tun.
Einig sind sich auch beide, dass es bei aller Rivalität sportlich zugehen wird. Dafür garantieren schon die Trainer, die sich persönlich gut verstehen. Sie tauschen sich oftmals aus und haben schon zusammen in einer Mannschaft gespielt.














