MZ-Reportage: Parkour: Ein amtlicher Muskelkater und jede Menge Spaß
RHEINE In der Schule war Parkour kein Problem. Was soll also schon schief gehen beim Workshop des TV Jahn? "Pack ich, gar kein Problem", dachte MZ-Praktikant Janis Kegler. Doch schnell sollte er merken, dass er da falsch lag...
Sehr elegant: Janis beherrscht den Affengang
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Da bin ich also in der Bodelschwinghalle. Parkour steht auf dem Programm. Trainer des Workshops ist Stephan Nägler. Doch bevor es richtig losgeht, gibt's eine Runde Theorie. "Wer kann mir den Unterschied zwischen Par-kour und Free-Running nennen?", will Stephan wissen.
Nach der Theorie kommt die Praxis
Ich als Laie sehe da keinen. "Beim Parkour gibt es keine Salti oder andere akrobatische Einlagen. Die gibt es beim Free-Running", erklärt Stephan. "Ein Traceur (frz.: Der den Weg ebnet/d. Red.) will effizient und effektiv von A nach B und wieder zurück kommen. Hingegen will ein Freerunner schnell von A nach B kommen, macht sich aber keine Gedanken über den Rückweg." Nach der Theorie kommt die Praxis. Diverse Laufübungen wie Joggen, Sprint und Rückwärtslaufen machen den Anfang. Schon jetzt ist das Geschnaufe, Gejapse und Gestöhne in der Halle fast ohrenbetäubend.
Übungen werden verschärft
Jetzt beginnt Parkour. Präzisionssprünge stehen an. Jeder Teilnehmer findet heraus, wie weit er aus dem Stand springen und mit paralleler Fußstellung landen kann. Es folgt die große Ernüchterung: "Es gibt Traceure, die springen aus dem Stand soweit wie zwölf ihrer Fußlängen weit", berichtet Stephan. Schade. Ich fühle mich mit meinen 5 ½ Fußlängen richtig gut. Parkour heißt auch, nur soweit zu springen wie man es sich zutraut. Dass ich mir zu viel zutraue, merke ich, als ich anstatt auf, gegen die Bank springe. Meine Schienbeine fanden das nicht wirklich toll. Trainer Stephan verschärft die Übungen: "Wer ab jetzt nicht auf der Bank landet, muss fünf Liegestützen machen." Ich merke meine Oberarme noch heute ...
"Egal, wann ihr Parkour macht, ihr macht es für euch. Parkour heißt auch, den inneren Schweinehund überwinden. Wenn ihr Parkour draußen macht, dann müsst ihr euch abrollen können", leitet Stephan die Abschlusseinheit ein. Wir springen über Hindernisse und sollen uns richtig abrollen. Das heißt, über die Schulter. Und so geht's: Kopf auf die Brust, so schaut man nicht dahin, wohin man springt, sondern woher man kommt und dann rum. "Wichtig ist, das ihr weit springt. Dann habt ihr eine Vorwärtsbewegungs-Restenergie, und das Abrollen wird leichter", so Stephan.
Endlich Feierabend
Nach vier abwechslungsreichen Stunden endet der erste Teil des Workshops. Für manche war er schon eher zu Ende. Für mich war er endlich zu Ende. Mein Körper lechzt schon jetzt nach Teil zwei am 20. Februar.













