FC Eintracht Rheine: Güterslohs Hop nimmt den FCE hops
RHEINE Drei Spiele, zwei Punkte – das ist zu wenig, FCE! Mit 0:2 (0:2) unterlagen die Rheinenser am Sonntag Westfalenliga-Spitzenreiter FC Gütersloh 2000 völlig verdient in der obi-Arena und verdarben so ihrem neuen Coach Klaus Bienemann den Einstand auf der Eintracht-Bank.
Daniel Seidel (r.) gab in seinem vorerst letzten Spiel für den FCE alles, aber auch ihm gelang kein Treffer für Rheine. (Foto: Thomas Strack)
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Die ersten 45 Minuten waren aus Rheiner Sicht ernüchternd. „Wir haben die erste Hälfte verpennt“, stellte Kapitän Mirco Heger schonungslos fest. Einen „Klassenunterschied“ hatte gar Coach Bienemann gesehen. Stimmt.
Nur zu Beginn war Rheine im Spiel, hatte durch den ansonsten schwachen Julian Knocke eine Schuss-Chance (2.). Nachdem Alex Schiller am guten FCE-Keeper Epker gescheitert war (12.), übernahm der FCG die Regie und demontierte die Eintracht.
Vor allem Temel Hop wirbelte auf dem rechten Flügel und führte FCE-Neuzugang Manuel Dieckmann förmlich vor. Hop war an jeder der vier weiteren erstklassigen Gäste-Chancen in der ersten Hälfte beteiligt. In der 15. Minute ließ er Dieckmann aussteigen, legte quer auf Warweg, dessen 20-Meter-Schuss exakt in den rechten Knick zischte. Ein Traumtor zum 1:0 der Gütersloher.
Dieckmann „getunnelt“
Nur zwei Minuten später zauberte wieder das Duo Hop/Warweg, diesmal flog der Ball knapp drüber. In der 31. Minute war Hop nach einem Stellungsfehler von Dieckmann auf und davon. Seinen Rückpass verwandelte Pascal Röber aus zehn Metern zum 2:0 für den Gast. Eine Minute vor der Pause „tunnelte“ Hop seinen Gegenspieler Dieckmann, bediente Warweg, der den Ball in die Maschen schob – allerdings aus Abseitsposition. Glück für den FCE.
Rheine kam in dieser ersten Hälfte überhaupt nicht in die Zweikämpfe, blieb im Spielaufbau alles schuldig und hatte keine echte Torchance. Enttäuschend.
Coach Bienemann reagierte. Dieckmann und Knocke durften duschen, dafür kamen Christoph Maug, der den Job links in der Viererkette gegen Hop deutlich besser erledigte, sowie Nils Woltering. Der Coach stellte auch das System um. Statt im gewohnten 4:2:3:1 wollte Rheine fortan im 4:4:2 Offensiv-Akzente setzen. Mit dem Top-Stürmerduo der Vorsaison, Seidel und Telsemeyer, als Spitzen. So wie einst unter dem ungeliebten Trainer und Bienemann-Vorgänger Ulli Peltner.
Der FCE zeigte jetzt zumindest Willen und Leidenschaft, legte auch in puncto Laufbereitschaft und Zweikampfstärke zu. Rheine versuchte, Druck aufzubauen. Doch wirklich in Gefahr brachte der FCE den Gütersloh-Kasten, in welchem Keeper Opitz nicht sicher wirkte, nur ganz selten.
Bienemann zog nach 65 Minuten mit Stürmer Bußmann seinen letzten Joker. Aber auch diese Maßnahme verpuffte. Zumeist waren es nur lange Bälle, die der FCE nach vorne brachte. Viel zu selten wurde durchdacht kombiniert.
Kein Abschiedsgeschenk
Daniel Seidel, der aufgrund eines Auslands-Semesters sein vorerst letztes Spiel für den FCE machte, blieb ein Abschiedsgeschenk verwehrt. Sein Kopfball (48.) war zu schwach, dann klärte Plucinski Seidels Schuss zur Ecke (77.). Den Volley von Heger (90. +2) parierte Opitz – dann war‘s vorbei.
Nach dieser Niederlage liegt der FCE zehn Zähler hinter Spitzenreiter Gütersloh zurück – und auf einem Abstiegsplatz. Für den neuen FCE-Trainer Klaus Bienemann gibt es noch viel zu tun.













