FC Eintracht Rheine: Rheine freut sich dreimal zu früh, gewinnt aber
RHEINE Manchmal entscheiden im Fußball Sekunden. Und das Auge der Assistenten, besonders was Abseitspositionen betrifft. Hätten die Linienrichter am Ostermontag anders entschieden und ihre Fahnen nicht gehoben, Ulli Peltner und sein FC Eintracht Rheine hätten einen etwas entspannteren Nachmittag in Hövelhof erlebt. Denn gleich drei (vermeintliche) Abseitstore erzielte der FCE beim verdienten 1:0 (0:0)-Sieg gegen den Hövelhofer SV.
Rheine scheint seine Krise endgültig abgeschüttelt zu haben. Michael Ungru (v.) und der FCE gewannen in Hövelhof. (Foto: Thomas Strack)
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In den ersten 45 Minuten befanden sich der Ligazweite und der Tabellen-Dreizehnte durchweg auf Augenhöhe. Dabei wiesen die Gastgeber durch einen Welker-Freistoß (6.) und ein Solo von Richard Urban (11.) die besseren Chancen auf. Doch Andre Epker im Tor reagierte jeweils aufmerksam.
Leichte Fehler
Rheine tat sich schwer im Spielaufbau. Einfache Fehler im Zweikampf-Verhalten und Passspiel gepaart mit zu vielen unpräzisen, langen Bällen ließen keine Torgefahr aufkommen.
„Wir spielen viel zu viele hohe Bälle. Die sind alle weg!“, erkannte nach rund 30 Minuten auch Rheines Trainer Ulli Peltner. Dies muss auch in der Kabine Thema Nummer eins gewesen sein, denn mit neuem Spielschwung kamen die Rheinenser aus selbiger. Ein weiter Einwurf von Mirco Heger fand Sturmtank Daniel Seidel, der geschickt für Maik Klostermann ablegte. Der flinke Rechtsaußen setzte zum Dribbling an, das SV-Verteidiger Hendrik Schäfers abrupt mit einem Foul beendete. Beim fälligen Elfer blieb Seidel eiskalt (48.).
Abseits-Hattrick
In der 54. Minute jubelten die Eintrachtler erneut, wurden jedoch durch einen Pfiff jäh gestoppt. Heger traf nach einem Freistoß von Roßmöller, stand aber wohl im Abseits. Auch Stefan Seiler netzte nach Andre Klostermanns starkem Zuspiel ein, wurde aber ebenso zurückgepfiffen – sehr fraglich (65.). Den „Abseits-Tor-Hattick“ markierte der eingewechselte Peter Beckmann, der ein Anspiel vom starken David Ruwe über die Linie drückte (73.).
Wieder nichts Zählbares, auch wenn die FCE-ler lauthals protestierten. Unterbrach jedoch einmal kein Pfiff die Offensiv-Aktionen, brachten Ruwe (72.) und Beckmann (81.) das Leder nicht im Tor unter, oder spielten Seidel und Maik Klostermann zu ungenau (79.). So zitterte Rheine bis zur 93. Minute, zumal Hövelhof durch Urban (62.), Meier (67.) und Kleinegrauthoff (90.) gleich mehrfach die Chance zum Ausgleich besaß.













