Fußballtalent: Simon Scherder zwischen Kopi und Profi
RHEINE Sein Trainer Nils Drube sagt über ihn: „Er bringt alles mit, um ein Drittliga-Profi beim SC Preußen Münster zu werden.“ Und dafür nimmt Simon Scherder viel auf sich, pendelt täglich zwischen der Schule in Rheine und seinem Fußball-Klub SC Preußen Münster hin und her.
Simon Scherder (oben) bekam im Spiel gegen Alemannia Aachen eine Platzwunde und musste ins Krankenhaus. (Foto: Tronquet)
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Auch morgen wieder. „Am Donnerstag sieht mein Programm so aus: Morgens Schule, nachmittags Training mit den Preußen“, schildert Simon Scherder seinen Alltag.
Fürs Abi büffeln
Am Morgen hockt der 18-Jährige also im Kopernikus-Gymnasium in Rheine, büffelt fürs bevorstehende Abitur. Leistungskurse? „Englisch und Sport.“ Natürlich. Kaum hat‘s zu letzten Mal geklingelt, sprintet der Fußballer zu seinem Auto und düst nach Münster. Denn am Nachmittag steht Training auf dem Programm. Nicht irgendeine Übungseinheit, sondern eine mit den Drittliga-Profis der Preußen und Trainer Pavel Dotchev.
Denn Simon Scherder ist ein echtes Talent. „Er gehört zu den stärksten Innenverteidigern der A-Jugend-Bundesliga West“, betont sein Coach Nils Drube. Und der trimmt den aus Dreierwalde stammenden Kicker nicht nur in der A-Jugend, sondern Drube ist auch Co-Trainer der 1. Mannschaft der Adler-Träger. Er weiß daher genau, wen er lobt.
Jung-Simon lernte das Kicken bei der heimischen Brukteria. Über die Kreis- und Westfalenauswahl empfahl er sich für die Preußen, zu denen er bereits im zarten Alter von 13 Jahren wechselte und seit der C-Jugend das Dress des Münsteraner Klubs trägt.
1,89 m großer Innenverteidiger
Aktuell spielt der 1,89 m große Innenverteidiger mit der SCP A I in der Bundesliga West und steht mit seinem Team auf einem ausgezeichneten 3. Rang. Mit dem 1:1 am Sonntag zuhause gegen den schlechter platzierteren BVB war Simon „trotzdem zufrieden. Die Dortmunder waren besser als wir“, bekennt er fair.
Drittliga-Team
Im April wird der Kopi-Schüler 19, im Mai steht das Abi an und dann endet auch bald seine Zeit als Fußball-Junior. „Ich gehe stark davon aus, dass ich bei den Preußen bleibe“, sieht er seine Fußball-Zukunft in Münster. Ob in der U 23 des SCP, die in der Westfalenliga gegen den FCE Rheine und den SuS Neuenkirchen antritt, oder im Drittliga-Team? „Das wird sich zeigen.“
Wie es bei den Profis so richtig zugeht – nicht nur im Training –, das lernte Simon Scherder vor kurzem kennen, als er im SCP-Kader für das Drittliga-Spiel bei RW Oberhausen stand. „Eine gute Erfahrung, auch wenn ich nicht zum Einsatz gekommen bin“, sagt Simon. Es war das letzte Spiel von Preußen-Trainer Marc Fascher. Doch auch unter Nachfolger Pavel Dotchev gehört Simon Scherder weiter zum Kader der Ersten. „Und wenn er noch ein bisschen selbstbewusster auftritt“, so Co-Trainer Drube, dann hat Simon Scherder sicher die Chance, den Sprung ins Profi-Team zu packen.













