Bei -10 Grad: Zu kalt zum Fußballspielen?
RHEINE/NEUENKIRCHEN Wenn sich ein Stürmer vor dem gegnerischen Tor eiskalt verhält, spricht das für seine Kaltschnäuzigkeit. Aber was passiert, wenn ihm und seinen Mitspielern tatsächlich eiskalt ist? Angesichts der aktuell herrschenden sibirischen Temperaturen stellt sich die Frage: Gibt es Minusgrade, bei denen Fußballspiele abgesagt werden?
Fußball bei Eisschrank-Temperaturen - das macht keinen Spaß und sollte es nicht geben. (Foto: prf)
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Für Rühlow könnte bald tatsächlich der Ernstfall eintreten. Die hiesigen Ligen ruhen zwar noch bis Mitte Februar (Westfalenliga), bzw. Mitte März. Aber Rühlow ist nicht nur Staffelleiter der Landesliga 4 und Kreisliga A Steinfurt, sondern auch der Bezirksliga 11. Weil es hier 17 Mannschaften gibt, hat sie vier Spieltage mehr als die anderen Staffeln. Ihre Winterpause endet daher früher. „Vier Nachholspiele sind bereits für den 12. Februar terminiert, drei für den 18. Februar“, erzählt der Funktionär.
Normalerweise sei der angesetzte Schiedsrichter dafür zuständig, die Lage vor Ort abzuschätzen und gegebenenfalls eine Partie abzusagen. Rühlow schließt aber nicht aus, das selbst zu tun, falls er vom Gastgeber-Verein entsprechende Informationen über Tiefkühltruhe-Bedingungen erhält: „Warum soll ein Schiedsrichter dorthin fahren, nur um die Temperatur zu messen?“
Angemessene Kleidung
Für den FCE Rheine und den SuS Neuenkirchen könnte die Regelung mit der Temperaturgrenze erstmals am 19. Februar zum Tragen kommen, für die anderen Klubs im Rahmen der vereinbarten Testspiele. Übrigens: Auch wenn die kritischen Minusgrade nicht erreicht werden, muss der Schiedsrichter bei starker Kälte auf die angemessene (warme) Kleidung der Beteiligten achten.













