Schnelle Aufklärung: 19-Jähriger hat Überfall nur erfunden
STEINFURT Polizeiliche Erfahrung und eine Portion "Misstrauen" haben in der vergangenen Woche zur schnellen Aufklärung eines "Raubes" geführt. Ein 19-Jähriger hatte die Geschichte von dem Überfall frei erfunden.
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Die Ordnungshüter notierten alle Details, insbesondere zu den drei jungen Tatverdächtigen, die angeblich Messer und eine Softairwaffe dabei hatten, und leiteten eine Fahndung ein. Den 19-jährigen Geschädigten brachten sie zur Dienststelle, um weitere Details zu erfahren.
Straftat vorgetäuscht
Im Laufe der Aussagen schwand das Interesse des Geschädigten an einer Aufklärung des Vorfalles immer mehr. Erste Widersprüche ließen Zweifel an seiner Darstellung aufkommen. So war es dann kein Wunder, dass die Kriminalbeamten nicht nur wegen Raubes, sondern auch wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelten.
Schließlich gestand der junge Mann, den Vorfall erfunden zu haben und erzählte seine Geschichte. In Steinfurt war er in den Abendstunden des 27. Februar (Samstag) von seiner "Freundin" aus der Wohnung verwiesen worden. Am Bahnhof angekommen, stellte er fest, dass für eine Zugfahrt zu seiner Wohngruppe im Kreis Borken die Barmittel nicht ausreichten.
Hoffnung auf Abholung
Da kam ihm die " Idee" mit dem Raubüberfall. Nach der Frage warum, hatte er eine erstaunliche Antwort parat. Der Geschädigte war davon ausgegangen, dass er als Opfer eines Raubes sicherlich von den Betreuern seiner Wohngruppe aus Steinfurt abholt werde.
Der Vorgang wegen Vortäuschen einer Straftat wird nun der Staatsanwaltschaft übersandt.


















