Feuerwehrübung: Am Kombibad qualmt’s kräftig
BORGHORST Einmal im Monat proben die beiden Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Steinfurt den Ernstfall. Ohne, dass die Bevölkerung informiert wird. Bald ist es wieder so weit - nur das diesmal doch die Bevölkerung informiert wird.
Dreifacher Einsatz an der Ehmsenstraße. (Foto: Archiv)
Denn die Brandschützer werden am Freitagabend von 18 bis 20.30 Uhr im und am Kombibad einen Chlorgasunfall simulieren. „Dabei wird es richtig qualmen“, betont Brandinspektor Mark Borgmann.
„Echte“ Bedingungen
Die Übung soll nämlich unter realistischen Bedingungen ablaufen. Verdunstendes Trockeneis simuliert die echte Gefahrenlage. Weiterer „Auftrag“: Durch das giftige Chlorgas hat eine Person eine schwere Reizung der Atemwege und der Augen erlitten und muss versorgt werden.
Zudem muss ein Sicherheitskreis von 50 Meter um den Einsatzort eingehalten werden. „Bei einem richtigen ernsten Chlorgasunfall ist eine Absperrung im Umkreis von mindestens 100 Metern Pflicht“, so Jörg Merker. Deshalb müssen sich die Besucher des Kombibades und die Anlieger auf Bewegungseinschränkungen einstellen. „Wir werden die Wasserversorgung vom benachbarten Sportplatz aus sicherstellen“, unterstreicht der Zugführer. Um den simulierten Chlorgasaustritt zu begrenzen, wird eine Wassernebelwand rund um den Ort des Geschehens installiert.
Nachbarschafts-Hilfe
Da die Freiwillige Feuerwehr Steinfurt für solche Unfälle nicht über eine Spezialeinheit verfügt, beteiligt sich eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Emsdetten an dieser außergewöhnlichen Übung. „Das sind zwei Einsatzfahrzeuge mit insgesamt acht Personen, die in einem so genannten ABC-Zug ihren Dienst absolvieren“, erläutert Löschzugführer Wilhelm Wolsing. Rund 50 Feuerwehrleute werden sich an dieser Übung beteiligen.
„Wir werden ein Schreiben der Stadtwerke für die Anwohner verteilen und um Verständnis bitten“, sagt Christoph Eckelmeier von der Technischen Bereichsleitung der Stadtwerke. Alle Beteiligten rechnen natürlich mit vielen Schaulustigen. „Das macht uns aber nichts aus. Denn das wären für uns realistische Bedingungen“, unterstreichen Übungsteilnehmer.















