Wertvolle Nussecken: Bismarckschüler überreichen Claus Muchow 1050 Euro für Haiti
BURGSTEINFURT Schon Kinder im Alter von sieben bis neun Jahren sind bestens über die Lage in Haiti informiert. Das hat am Dienstag auch Claus Muchow feststellen können. Für den DRK-Katastrophenhelfer hatten die Klassen 2a und 3b der Bismarckschule ein Geschenk mitgebracht: 1050 Euro.
Artikel aus diesem Ressort
„Die Plätzchen haben die Kinder in der Schulküche gebacken und die Postkarten haben wir im Rahmen des Kunstunterrichtes gemalt“, erklärte Ilka Thaden. Einige Eltern hätten sogar Backwaren in ihrer eigenen Küche hergestellt und sie den Schülern zur Verfügung gestellt. „Die Nussecken waren besonders gut gelungen und gingen weg, wie warme Semmeln“, sagte die Klassenlehrerin der 3b.
Eindrucksvolle Bilder
Claus Muchow zeigte den gespannt zuhörenden Steppkes eindrucksvolle Bilder aus dem Erdbebengebiet, erzählte ihnen, was er dort zu sehen bekam und beantwortete bereitwillig ihre Fragen. „Das Gebäude sieht gar nicht so kaputt aus“, sagte ein Schüler. Claus Muchow – bisher hat er schon über eine Million Euro an Spendengeldern für Haiti „gesammelt“ – drückte auf das Pad seines Laptops und gleich das nächste Bild zeigte ein in sich zusammen gefallenes Krankenhaus. Großes Staunen und Entsetzen bei den Schülern.
„Wo werden die Verletzten denn jetzt behandelt?“, fragte eine Schülerin. Das Mitglied der Einsatzstaffel des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe berichtete, dass ier n der völlig zerstörten Hauptstadt Carrefour in Zusammenarbeit mit dem finnischen und norwegischen DRK ein Zeltkrankenhaus mit 150 Betten und 20 Intensivbetten aufgebaut hat.
Optimismus nicht verloren
Muchow: „Ihr müsst euch vorstellen, dort arbeiten genau so viel Leute, wie in einem normalen Krankenhaus. Nur kommen die aus 14 verschiedenen Nationen“, so Claus Muchow. Vom 20. Januar bis zum 17. Februar war er als Technischer Leiter vor Ort. Aber auch davon erzählte Muchow: „Trotz der riesigen Not und des großen Elends haben die Einwohner von Haiti ihren Optimismus nicht verloren, haben Spaß am Leben und können sogar aus tiefstem Herzen lachen.“
„Hat denn der Präsident das Erdbeben überlebt?“, fragte ein Schüler, als das Foto des zerstörten Palastes zu sehen war. „Ja. Ich habe ihn und die First-Lady sogar persönlich getroffen“, antwortete Claus Muchow mit gewissem Stolz.


















