Cecile Lecomte über ihr Engagement als Atomkraftgegnerin
BORGHORST Am 16. Januar stoppte sie sieben Stunden lang den Urantransport von Gronau Richtung Sowjetunion zwischen Metelen und Burgsteinfurt. Am Mittwoch, 4. Juni, hing sie im Bereich Borghorst wieder über den Schienen und nötigte den vierten Transport dieser Art in diesem Jahr zu einem knapp zweistündigen Aufenthalt. MZ-Mitarbeiter Detlef Held sprach mit der Aktivistin:
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Lecomte: Dann wäre ich auf den Zug aufgesprungen. Das habe ich beim Probe-Castor-Transport vor kurzem in Lüneburg auch gemacht. Spätestens dann hätte man mich auch wieder herunter geholt.
Kostet das nicht auch immer hohe Geldbußen?
Lecomte (lacht): Komischerweise habe ich bislang noch keinen Cent bezahlt. Mir wurde auch noch kein Strafbefehl zugestellt. Außerdem ist mein ziviler Ungehorsam bestenfalls eine Ordnungswidrigkeit, keine Straftat. Das hat mir der Lüneburger Richter gesagt.
Glauben Sie nicht, dass Sie doch eines Tages verurteilt werden?
Lecomte: Mein ziviler Ungehorsam ist nicht kriminell. Die Atomindustrie ist kriminell. Das macht mir Angst, nicht eine eventuelle juristische Auseinandersetzung. Darauf bin ich vorbereitet.

















