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Medienhaus Lensing
26.08.2010 17:30 Uhr
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Einsatz in Pakistan: Claus Muchow vor der Fahrt in die "Sackgasse"

STEINFURT/ISLAMABAD Claus Muchow und seine fünf Mitstreiter im technischen DRK-Katastrophen-Hilfsteam in Pakistan stehen vor einer großen Herausforderung: Am Freitagmorgen – nach Ortszeit fünf Uhr – starten sie eine Fahrt ins Ungewisse. Von Christiane Hildebrand Stubbe

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Claus Muchow. (Foto: Christian Bödding)

Zusammen mit mehreren LKW, beladen mit der technischen Ausstattung für Wasseraufbereitungsanlagen und Hygienemaßnahmen und anderem technischen Equipment. Zusammen mit einheimischen Fahrern und zwei Kollegen vom Pakistanischen Halbmond wollen sie die Stadt Rajanpur in der Provinz Punjab erreichen.

Dort ist der Indus über die Ufer getreten und hat verwüstetes Land hinterlassen. Die rund 40 000 Einwohner Rajanpurs mussten evakuiert werden. Hilfe erreicht dieses schwer zugängliche Gebiet bislang nur spärlich. Muchow: „Unser Ziel wurde deshalb mal wieder geändert, weil dort die Menschen ganz besonders unsere Hilfe brauchen.“ Und: „Es ist die letzte Sackgasse der Flut.“

Straßen weggespült

Von Islamabad aus, wo sich Muchow und sein Team am Donnerstag immer noch aufhalten, sind es 600 Kilometer, die zu überwinden sind. 600 Kilometer auf Straßen, die den Namen nicht verdienen, über grundloses, durchnässtes Gebiet: „Es hat mittlerweile wieder geregnet, Straßen wurden weggespült.“ Gerade erst ist ein Kollege Muchows auf der Strecke stecken geblieben, hat die Fahrt nach drei Stunden abgebrochen. Schwer war es auch, überhaupt Spediteure zu finden, die bereit sind, den Transport zu übernehmen: Weil sie Angst haben um ihre Fahrzeuge, vielleicht auch um sich selbst.

Muchow lässt sich von alldem nicht berühren, war zu oft schon in einer ähnlichen Situation: „Wir nehmen an, dass wir für die Tour rund zwei Tage brauchen werden.“ Gefahren wird nur tagsüber. „Aus Sicherheitsgründen“, sagt Muchow. Was ihn und die anderen unterwegs und auch am Ziel erwartet? Muchow weiß es nicht: „Informationen haben zurzeit eine Halbwertzeit von wenigen Stunden.“
Am Abend noch werden die LKW beladen, um für den nächsten Tag gerüstet zu sein. Und das räumt der erfahrene DRK-Experte Claus Muchow dann doch ein: „Das Hinkommen allein ist schon ein echtes Abenteuer.“


Das Einsatzgebiet von Claus Muchow auf einer größeren Karte anzeigen 


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