Einsatz in Pakistan: Claus Muchow vor der Fahrt in die "Sackgasse"
STEINFURT/ISLAMABAD Claus Muchow und seine fünf Mitstreiter im technischen DRK-Katastrophen-Hilfsteam in Pakistan stehen vor einer großen Herausforderung: Am Freitagmorgen – nach Ortszeit fünf Uhr – starten sie eine Fahrt ins Ungewisse.
Claus Muchow. (Foto: Christian Bödding)
Dort ist der Indus über die Ufer getreten und hat verwüstetes Land hinterlassen. Die rund 40 000 Einwohner Rajanpurs mussten evakuiert werden. Hilfe erreicht dieses schwer zugängliche Gebiet bislang nur spärlich. Muchow: „Unser Ziel wurde deshalb mal wieder geändert, weil dort die Menschen ganz besonders unsere Hilfe brauchen.“ Und: „Es ist die letzte Sackgasse der Flut.“
Straßen weggespült
Von Islamabad aus, wo sich Muchow und sein Team am Donnerstag immer noch aufhalten, sind es 600 Kilometer, die zu überwinden sind. 600 Kilometer auf Straßen, die den Namen nicht verdienen, über grundloses, durchnässtes Gebiet: „Es hat mittlerweile wieder geregnet, Straßen wurden weggespült.“ Gerade erst ist ein Kollege Muchows auf der Strecke stecken geblieben, hat die Fahrt nach drei Stunden abgebrochen. Schwer war es auch, überhaupt Spediteure zu finden, die bereit sind, den Transport zu übernehmen: Weil sie Angst haben um ihre Fahrzeuge, vielleicht auch um sich selbst.
Am Abend noch werden die LKW beladen, um für den nächsten Tag gerüstet zu sein. Und das räumt der erfahrene DRK-Experte Claus Muchow dann doch ein: „Das Hinkommen allein ist schon ein echtes Abenteuer.“
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