Straße mit Geschichte: Das "Lampenkämpken" - beispielhafte Nachbarschaft
BORGHORST Eine gute Nachbarschaft ist den Anwohnern der Straße "Auf dem Verlau" ganz wichtig. "Dazu gehört auch, dass man sich oft trifft und im Gespräch bleibt", sagt Ferdi Göcke. Die 22 Häuser auf 200 Metern sind Teil der heutigen Folge unserer Serie "Straße mit Geschichte".
Ein Bild aus der Zeit, als das Regenwasser noch in einer kleinen Rinne durch die Straße floss. Von rechts: Franz Föllen, Hedwig Köster, Angelika Schwarze, Minna Michgel, Elli Schwarze und Maria Föllen. (Foto: ka)
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Jeder kümmert sich um Ordnung und Sauberkeit
Um Ordnung und Sauberkeit der Parzelle, die von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde, kümmert sich jeder. Tradition hat das jährliche Straßenfest an dieser Stelle, und im Herbst legt man dort Spezialitäten aus Bayern auf den Grill. Es gab Kinderschützenfeste und im Spätherbst wurde ein Lambertusbaum aufgestellt. „Leider gibt es auf dem Verlau nicht mehr so viele Familien mit Kindern“, bedauert Wegjahn.
Jeder hatte ein Schwein im Stall
Um 1885 sind die ersten Häuser auf dem Verlau gebaut worden. Fast alle Bauherren arbeiteten damals in der aufwärts strebenden Borghorster Textilindustrie. „Jeder hatte ein Schwein im Stall, in den Hühnerställen gackerten die Hühner und es wurden Kaninchen gemästet. Das Gemüse kam aus dem eigenen Garten“, erzählt Franz Demter.
Die rund 200 Meter lange Straße hat 22 Hausnummern und wurde zunächst als Sackgasse angelegt. „Wir sind am Straßenende immer über Wellings Misthaufen gestiegen, um nach Frahlings Teich oder Tenwinkels kleine Mühle (jetzt steht dort die Regenbogenschule) zu kommen“, erinnert sich Ferdi Göcke.
"Krach haben wir noch nicht gehabt"
„Krach haben wir noch nicht gehabt“, freut sich Franz Demter über das Miteinander. Er gehört zu den ältesten Bewohnern der Straße Auf dem Verlau und feierte gestern mit seiner Irmgard die Goldene Hochzeit.
Direkt an der Ecke zur Winkelstrafe hatten die Gebrüder Bernhard, Heinrich und Werner Thünemann früher eine Auto- und Motorradwerkstatt. Danach bauten die Zeugen Jehovas die Halle zum Königsreichsaal um. Viele Jahre feierten die Zeugen Jehovas auf dem Verlau ihre Gottesdienste, bis sie vor einigen Jahren nach Reckenfeld umzogen. Jetzt trainiert der TV Borghorst in dem großen Raum unter dem Motto „Wo Sport Spaß macht“. Die Ev. freikirchliche Gemeinde hat ein paar Häuser weiter ihr Domizil.
Es geht um moderne Raumgestaltung
Moderne Raumgestaltung gibt es zwei Häuser weiter bei der Nikolic OHG. Vor vielen Jahren betrieben der Textilunternehmer Josef Höfker und der Textilhändler Hermann Schrief ein Geschäft auf dem Verlau.















