Freies Internet: "Das ist gut angelegtes Geld"
STEINFURT Kostenfreier Zugang ins Internet - wenn schon nicht daheim, dann zumindest in den Steinfurter Innenstädten. Unter dem Namen soll das ab dem Frühjahr möglich sein. Die Kosten für den Aufbau und den Betrieb des freien WLAN-Netzes teilen sich die Werbegemeinschaften Borghorst und Burgsteinfurt, die teilnehmenden Geschäfte und die Stadt. Letztere allerdings erst nach einer längeren Diskussion.
Im Café sitzen und drathlos im Internet surfen - eine feine Sache. (Foto: dpa)
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Es ging im Hauptausschuss um die Summe von 500 Euro, die aus dem Stadtsäckel für das Projekt bereitgestellt werden sollten. Ein solches Netz sei in der Region einmalig, sagte Erster Beigeordneter Dirk Wigant. "Wenn wir damit NRW-weit bekannt werden, ist das gut angelegtes Geld." Projektkoordinator Prof. Dr. Stefan Brües wünschte sich von den Politikern "eine möglichst breite Unterstützung für ein außergewöhnliches Projekt."
Als Erster trug Willi Wobbe (FWS) seine Bedenken vor. "Warum so viele Anglizismen? Allein schon der Name ,Campus Feeling'". Dass die Stadt trotz ihrer finanziellen Schieflage in ein solches Vorhaben investieren wolle, missfiel ihm ebenfalls. Wobbe: "Was die Verwaltung fördern will, ist zulässig. Was sie nicht fördern will, das lehnt sie mit Hinweis auf die vorläufige Haushaltsführung ab." Den finanziellen Aspekt brachte auch Christian Franke (GAL) ins Spiel. "Wir werden immer gute Gründe finden, warum wir etwas finanzieren sollen. Das ist aber nicht im Geiste des Arbeitskreises Haushaltskonsolidierung, der in der nächsten Woche zum ersten Mal tagen wird."
"Typisch"
Bürgermeister Andreas Hoge bat, den Blick auf den Betrag zu richten: "500 Euro Wirtschaftsförderung werden wir uns wohl noch leisten dürfen." Unterstützt wurde er von Marie-Luise Biesterfeld (SPD). "Diese Diskussion ist typisch für Steinfurt. Ich weiß gar nicht, wie lange wir noch über 500 Euro reden wollen. Wir unterstützten das Projekt, es bringt Steinfurt nach vorne." Doris Gremplinski (CDU) pflichtete bei: "Wir diskutieren es zu Tode und stehen anschließend wie die Deppen da. Da muss man nicht alles zweieinhalbtausend Mal hinterfragen." So sah es auch die Mehrheit des Ausschusses. Die Stadt beteiligt sich mit besagter Summe.
Marktsperrung
Wird der Burgsteinfurter Markt auch 2011 zu bestimmten Zeiten für den PKW-Verkehr gesperrt? Bevor die Politiker darüber entscheiden, soll zu einer öffentlichen Diskussion eingeladen werden. "Hilfreich ist, auf eine Umfrage der Wirtschaftsschulen zurückzugreifen", sagte der Erste Beigeordnete. Die Schüler hatten über 300 Passanten in Burgsteinfurt befragt. Dirk Wigant: "18 Prozent sind gegen eine Sperrung, 54 Prozent dafür und 28 Prozent ist es egal. Es gibt also dreimal so viele Befürworter einer Sperrung wie Gegner."















