Fachausschuss: Eine Grundschule zuviel - Wie geht es weiter?
STEINFURT Im städtischen Schulausschuss am Dienstag werden heiße Eisen angefasst – allesamt aus dem Stadtteil Borghorst: vorübergehende Unterbringung einer Gymnasium-Mensa im Marienhospital, Einrichtung einer Eingangsklasse in der Kardinal-von-Galen-Schule und die Zukunft der Dumter Schule sowie die allgemeine Entwicklung der Borghorster Grundschulen.
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- Gymnasium-Mensa: Mittlerweile liegt ein konkretes Angebot des Marienhospitals vor. 198.000 Euro soll die Stadt als einmaligen Investitions-Zuschuss für die Nutzung der Krankenhaus-Räume bis 2015 zahlen. Ein Vorschlag, dem die Verwaltung folgen will und das auch dem Schulausschuss so empfiehlt. Die Stadt habe damit die Möglichkeit, die Räume werktags von zehn bis 16 Uhr zu belegen, außerhalb dieses Zeitraumes könnten dort andere Veranstaltungen stattfinden.
Insgesamt hat die Verwaltung errechnet, dass für diese Zwischenlösung auf die Stadt in den nächsten fünf Jahren insgesamt Kosten in Höhe von 380.000 Euro zukommen. Besagte 198.000 Euro wären allerdings sofort beim Start am 1. September fällig. Die Parallel-Rechnung für eine Übermittagbetreuung in geleasten Pavillons auf dem Gymnsium-Areal fällt mit 720.000 Euro deutlich höher aus.
- Kardinal-von-Galen-Schule: Hier schlägt die Verwaltung die Schließung der Schule bis zum Jahr 2013 vor. Das allerdings nur, falls bis zur Ratssitzung am 24. März immer noch weniger als 18 Anmeldungen vorliegen. Die bereits angemeldeten Schüler sollten dann auf die anderen Grundschulen verteilt, der Betrieb an der Einrichtung nur noch bis zum Abschluss des jetzigen Jahrgangs 1 fortgesetzt werden.
- Schulentwicklung: Die Grundschülerzahlen in Borghorst werden bis 2018 drastisch sinken – von aktuell 1525 auf 1068. Auf Grundlage des aktuellen Ministeriums-Richtwerts zur Klassengröße kommt die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass ab Schuljahr 2012/13 eine komplette zweizügige Grundschule in Borghorst nicht mehr benötigt wird. Auch mit Blick auf Steinfurts Finanzen könne man es sich nicht leisten, Schulen weit über dem Bedarf zu betreiben.
- Verlegung der Dumter an die KvG-Schule (ab 2011/12). Das Gebäude in Dumte könnte dann von Vereinen genutzt werden;
-Verlagerung der Viertklässler aus Dumte zur KVG-Schule, die frei werdenden Räume stehen dann für den Ganztag zur Verfügung;
- vollständige Auslagerung des Ganztags in ein anderes Gebäude.
Gemeinsam mit der Schule und der Schulaufsicht soll jetzt bis nach der Landtagswahl eine Lösung gefunden werden.


















