50 Jahre Atelier Huss: Junge Künstler zeigen Arbeiten im Huck-Beifang-Haus
STEINFURT Ungewohntes Gedränge herrschte bei der Eröffnung der Ausstellung "50 Jahre Atelier Huss - 25 Jahre in Steinfurt" in den Räumen des Kunstvereins im Huck-Beifang-Haus - nicht ohne besonderen Grund.
Kreative Künstlerfamilie Huss mitten in ihrer Kunst, v.l. Eltern Ellen und Wolfgang, Söhne Till Julian und Jan Philipp. (Foto: Elvira Meisel-Kemper)
"Vor etwas mehr als 50 Jahren gründeten Sie die Kunstschule Huss, damals noch als Club für Jugendliche in Münster, und vor 25 Jahren haben Sie Ihr Atelier nach Westfalen in die Kreisstadt Steinfurt verlegt", resümierte Heinz Hille, stellvertretender Bürgermeister, die Daten, die dem Ereignis den Anlass gaben. Mit dieser Würdigung meinte Hille konkret Wolfgang Huss, der bis heute jungen Menschen, meist noch Schülern, die Gelegenheit gibt, sich künstlerisch auszuprobieren.
Kunstmarkt
Viele gingen nach dem Abitur an den Steinfurter Schulen den professionellen Weg der Kunst, wie seine Söhne Jan Philipp (Jahrgang 1981) und Till Julian (Jahrgang 1983). Marie-Luise Biesterfeld, Geschäftsführerin des Kunstvereins, verwies auf den Konkurrenzkampf auf dem Kunstmarkt, der Starthilfe für junge Künstler nötig mache: "Diese Ausstellung möchte jungen Künstlern, vor allem aus Steinfurt, eine Chance geben."
Diese Chance führte immer wieder zu bewundernden Kommentaren in der Ausstellung, die vorwiegend Gemälde von insgesamt 15 Künstlern zeigt. Im "Huss-Raum" im Erdgeschoss komprimiert sich die Kunst der Familie Huss. Wolfgang Huss ist mit seinen gläsernen Skulpturen vertreten. Seine Frau Ellen zeigt kleinformatige Holzschnitte und chinesische Farbhochdrucke. Die Söhne haben sich nach den Studienjahren als Künstler in Münster selbstständig gemacht.
Zwischen Fotografie, Malerei und Druckgrafik
Jan Philipp ist ausgebildeter Mediengestalter. Seine Kunstwerke bewegen sich technisch im Bereich zwischen Fotografie, Malerei und Druckgrafik. Till Julian wollte früher Architekt werden. "Dann habe ich Kunst auf Lehramt studiert. Nach dem Staatsexamen arbeite ich als freier Künstler", resümiert er seinen Weg zur Kunst. Der Mensch spielt in seinen Gemälden eine ganz große Rolle.
Der Mensch war Wolfgang Huss auch in seiner Funktion als Lehrer wichtig. Vielleicht ist das der Grund, weshalb bei den meisten Gemälden seiner Schüler der Mensch im Vordergrund steht.
- Ausstellung im Huck-Beifang-Haus, bis 26. September, Öffnungszeiten samstags/sonntags von 11 bis 18 Uhr.















