Schulausschuss: Mensa-Übergangslösung im Marienhospital ist der Politik zu teuer
BORGHORST Das Angebot des Steinfurter Marienhospitals, die Borghorster Gymnasiasten so lange zu verpflegen bis ihre Mensa fertig ist, ist auf Eis gelegt. Die Option soll nur gezogen werden, wenn es keine bessere, sprich kostengünstigere Lösung gibt.
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Anstoß nahm man vor allem an den vom Marienhospital errechneten 198.000 Euro für die Nutzungs-Dauer von bis zu fünf Jahren. „Das ist verlorenes Kapital“, erklärte Detlef Viefhues (CDU). Er und auch einige Ausschussmitglieder favorisierten eine Pavillon-Lösung bis zum Beginn der Bauarbeiten, die nicht erst 2013 sondern schon 2011 starten sollten. Er forderte Schulleitung, Elternvertretung und auch die Politik auf, nach anderen Lösungen als dem Marienhospital zu suchen. Das Ganze eilt, denn der gebundene Ganztag mit der Übermittagbetreuung beginnt im September.
"Mit Provisorien haben wir schlechte Erfahrungen"
Dr. Volker Gutblert, Schulleiter des Gymnasiums, erklärte den Politikern bei einer Sitzungsunterbrechung, dass man für alle Überlegungen offen sei. Nicht verstehen könne er, das Kollegium und die Eltern, dass man bei dieser Übergangslösung jetzt sogar von fünf Jahren spreche. Dies sei weder organisatorisch durchzuhalten und widerspreche auch der Beschlusslage des Rates. „Mit Provisorien haben wir an unserer Schule ganz schlechte Erfahrungen.“ Die Pavillons, die vor 40 Jahren aufgestellt wurden, stehen immer noch. Das dürfe sich nicht wiederholen.
Auch die Schulpflegschaftsvorsitzende des Borghorser Gymnasiums, Sylke Lüers, bat die Politik, die Mensa nicht erst in fünf Jahren umzusetzen. Man könne, davon ausgehen, dass 80 Prozent der Schüler das Essensangebot annehmen werden. Ein Mensa-Provisorium über fünf Jahre sei organisatorisch für die Schüler und das Kollegium eine Zumutung.
Krankenhaus drängt auf eine Entscheidung
Dass wenig Zeit für eine Entscheidung für oder gegen das Angebot des Marienhospitals bleibt, machte der Technische Beigeordnete Reinhard Niewerth deutlich. Das Krankenhaus möchte wegen Planungssicherheit eine Entscheidung noch in diesem Monat. Erster Beigeordneter Dirk Wigant will versuchen, bis dahin Gespräche mit Firmen zu führen, die Pavillons oder Räume in Fertigbauweise anbieten.


















