„Familiale Pflege": Unterstützung für den größten privaten Pflegedienst
STEINFURT Sie heben und tragen ihren Ehepartner, sie versorgen ihre Eltern: pflegende Angehörige stellen den größten Anteil an der Pflegeleistung in Deutschland. Damit Betroffene besser gerüstet sind, wird in Steinfurt, Emsdetten und Greven besondere Hilfe angeboten. Beteiligt sind die Häuser der Christlichen Krankenhaus-Träger GmbH (CKT) – das Marienhospital Steinfurt, das Marienhospital Emsdetten und das Maria-Josef-Hospital in Greven.
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Denn oft geht es wie ein Blitzschlag, ein schwerer Sturz, ein Schlaganfall und nichts ist mehr wie es war. Nach dem Krankenhausaufenthalt werden viele Menschen als Pflegefälle entlassen. Angehörige sind nahezu auf sich allein gestellt. „Wir haben uns diesem Modellprogramm gerne angeschlossen“, so Dr. med. Andreas Eichenauer, medizinischer Geschäftsführer der ckt. „Wir sehen unsere Aufgabe über den Krankenhausaufenthalt hinaus. Viele wissen nicht, wie es zu Hause weitergehen soll.“
Kosten für Schulungen werden übernommen
„Das wollen wir nun gemeinsam verbessern“, so Gabriele Neugebauer, stv. Regionaldirektorin der AOK Steinfurt. In Trainings sollen Angehörige bis zu sechs Wochen nach der Entlassung des Patienten aus dem Krankenhaus für die erforderliche Pflege geschult werden, erweitert in anschließenden Initialpflegekursen. „Wir übernehmen die Kosten für alle Beteiligten, egal bei welcher Krankenkasse sie versichert sind“, ergänzte Gabriele Neugebauer.
Neben der Aufgabe, der Überbelastung vorzubeugen und sie zu minimieren, hat das Angebot positive Auswirkungen auf das Management der Krankenhäuser bei der Entlassung eines Patienten. „Speziell Familienangehörige, die erstmals einen pflegebedürftigen Menschen bei sich aufnehmen, werden schon im Krankenhaus durch Schulungen darauf vorbereitet,“ kommentiert Dr. Eichenauer. In den Pflegekursen und -Trainings können mehrere Familienmitglieder einbezogen werden.


















