Aus Autobahnabfahrt-Wirrwarr gerettet: Wie eine neue Kollegin Annette Kallweit Glück brachte
BORGHORST Was für eine Situation: Der erste Tag am neuen Arbeitsplatz, und man hat sich vollkommen verfahren. Als Borghorster im Autobahnabfahrt-Wirrwarr rund um Dortmund passiert das schnell. Annette Kallweit wusste nicht mehr, wo sie war. Es regnete, es war diesig, die Uhr zeigte 5.50 Uhr, sie hatte noch zehn Minuten.
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Doch „auf nach Dortmund“ war leicht gesagt. „Ich habe die richtige Abfahrt verpasst und bin zurückgefahren. Aber nirgends warwas von der KVWL zu sehen.“ Sie verfranste sich noch mehr. Das diesige Wetter und die schlechte Sicht taten ihr Übriges. 5.54 Uhr. „Ich hatte natürlich Panik – wie peinlich, am ersten Tag zu spät zu kommen!“
Tankstelle gefunden
Irgendwann hat sie eine Tankstelle gesehen – ein Ort mit Wiedererkennungswert. „Da habe ich angehalten und versucht, jemanden bei der KVWL zu erreichen. Aber ich hatte nur eine Nummer, und nicht viele fangen so früh morgens an.“ 5.59 Uhr, Kallweit erreicht jemanden. „Die Kollegin kannte die Tankstelle und erklärte mir, wie ich fahren muss. Aber ich hab’s nicht verstanden.“
Kurzerhand stieg die Kollegin Inge Hassenpflug ins Auto und holte Kallweit ab. „Ich war überglücklich“, sagt die 55-Jährige. Im Zweierkonvoi kam sie verspätet aber heil zur KVWL. Nicht nur das: Hassenpflug brachte Annette Kallweit noch bis zu ihrem neuen Büro im siebten Stock. „In solchen Momenten, da fängt für mich Glück an.“ Mittlerweile findet Annette Kallweit den Weg. Und wenn nicht, wäre sie auch nicht allein. „Wir Münsteraner bilden jetzt immer Fahrgemeinschaften.“


















