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Medienhaus Lensing
26.08.2010 21:10 Uhr
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Ultra-Tour durch die Schweiz : Das nächste Lauf-Abenteuer von Rainer Wachsmann

STEINFURT. Rainer Wachsmann ist nicht nur in seinem Laufverein Marathon Steinfurt bekannt für seine sportlichen Abenteuer. Es gibt nur wenige Herausforderungen, die der Ultra- und Deutschlandläufer noch nicht angenommen hat.

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Die 24 Läufer kurz vor dem Start am Bodensee. Auch Rainer Wachsmann (obere Reihe, 4.v.l.) fiebert dem Lauf-Abenteuer entgegen. (Foto: prf)

Dabei geht es ihm nicht nur um die Laufzeiten oder den Rang in seiner Altersklasse. Wichtig ist ihm ebenso das Lauferlebnis, der sportliche Reiz und die Schönheit der Landschaft, die er durchläuft.

14 500 Höhenmeter

Beim TransSwiss2010-Lauf startete Rainer Wachsmann mit nur 24 Läufern am Bodensee, um nach sieben Etappen und insgesamt 370 km am Genfer See eine Laufleistung der „Spitzenklasse“, nämlich 14 500 Höhenmetern zu beenden. Es handelte sich hier nicht um einen Wettkampf, sondern um einen Abenteuer-Erlebnislauf, in dem die Schönheit der Schweizer Bergwelt erobert werden konnte.
In rund 50km-Etappen pro Tag ging es zunächst von Kreuzlingen am Bodensee nach Hulftegg in der Schweiz, am zweiten Tag am Zürichsee vorbei nach Brunni, am dritten Tag nach Kerns (vorbei am Vierwaldstätter See). Am vierten Tag erreichten die Teilnehmer Interlaken entlang dem Samersee und dem Brienzersee, am fünften Tag liefen sie nach Gurnigel Bad am Thunersee, am sechsten Tag nach Le Moléson und am siebten Tag schließlich bis zum Zielpunkt Lausanne am Genfer See. In Lausanne hatte Wachsmann übrigens vor Jahren seine Marathon-Bestzeit gelaufen.

„Beten mit Füßen“

Für Wachsmann war die Vielfalt der Umgebung faszinierend: Weinbaugebiete, Wanderwege über herrliche Bergzüge, manchmal über Baumwurzeln, Geröll und sumpfige Strecken, über Wiesenwege und idyllische Dorfstraßen. Beim Kloster Einsiedeln folgte der Weg dem alten Pilgerweg nach Santiago. Wachsmann beeindruckte dabei besonders der Satz: „Pilgern heißt Beten mit Füßen.“

In die falsche Richtung

Für jeden Lauftag hatten die Teilnehmer Karten bekommen, die sie zu Hause ausdruckten und dann zur Orientierung mitnahmen. Andere hatten hochwertige GPS-Geräte dabei, die den Weg wiesen, aber auch nicht verhindern konnten, dass man einmal 50m in die falsche Richtung lief. Es gab schließlich keine Streckenposten, jedoch alle 12km Verpflegungsstände. Dazwischen lagen aber durchaus einmal lange und beschwerliche Laufstrecken. Bei der Königsetappe waren bis zu 2500 Höhenmeter an einem Tag zu überwinden. Am Verpflegungspunkt konnte nicht nur getrunken und gegessen, sondern auch die Schuhe und Regenkleidung gewechselt werden.

Bad im Genfer See

Abends fanden sich alle Läufer der wohlorganisierten Tour in Hotels oder Pensionen ein. Auch in einem Luftschutzbunker konnte die Gruppe einmal übernachten. Am schönsten war für Wachsmann jedoch das abendliche Baden in einem See, besonders das Genussbad im Genfer See am letzten Tag.

Kameradschaft

So blieb ihm der Transswissrun 2010 insgesamt am besten in Erinnerung wegen der unglaublichen Landschaftseindrücke, der großen Kameradschaft und der Herausforderungen, seine Kräfte für die siebentägigen Strapazen einzuteilen.


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